Besichtigung
der Allianz-Arena in München
Für einige TCM-Mitglieder bot sich die Chance, die inzwischen weit über Deutschland hinaus berühmt gewordene Allianz-Arena das speziell für den Fußball designte und von FC Bayern und TSV 1860 München erbaute Stadion zu erkunden. Wie immer, wenn Hermann Hoffmann etwas organisiert, ist der Zulauf enorm. So fragten auch einige TCM-ler bei ihm an, ob sie bei der für den Krieger- und Soldatenverein Merching veranstalteten Busfahrt und Arena-Besichtigung teilnehmen könnten. Kein Problem für Hermann, der den größten zu mietenden Bus mit sage und schreibe 86 Fahrgastplätzen charterte und bis auf den letzten Platz füllte.
Alle Teilnehmer waren überpünktlich am Merchinger Kindergarten zur Stelle und schon ging es in gemütlicher Fahrt gen München-Fröttmaning. Schon der erste Eindruck von der modernsten und architektonisch außergewöhnlichsten Fußball-Arena Europas, die wie Hermann bei seiner Durchsage über die Bord-Lautsprecheranlage vorbereitend sagte allein in der Höhe den Merchinger Kirchturm um 8 Meter überragt, war im wahrsten Sinne "gigantisch". Spüren konnten die Teilnehmer die außergewöhnlichen Dimensionen, als sie vom Bus rund 10 Minuten laufen mussten, um durch die vierstöckige unterirdische Parkgarage zum viele Stufen höher gelegenen Arena-Eingang zu gelangen.

Die etwa 75-minütige Arena-Tour begann mit einer Filmvorführung über die Entstehung der Allianz-Arena. Im Anschluss daran folgte eine Führung, die eine Besichtigung der Spielerkabinen, des Spielertunnels, des Innenraumes, des Presse Clubs, des Mittelranges und eine Außenbegehung umfasste. Wegen der hohen Teilnehmerzahl wurden die Merchinger allerdings in zwei Gruppen aufgeteilt. Im riesigen Oval des Stadions angekommen bestaunten die tapferen Treppensteiger mit offenen Mündern (die durchaus mit der Dachöffnung der Arena vergleichbar waren) die Dimensionen des 70.000 Plätze umfassenden Stadions. In drei nach oben hin immer steiler werdenden Winkeln sind die endlosen Sitzreihen angerdnet. Niemanden verwunderte da, dass insgesamt 120.000 Kubikmeter Beton und 22.000 Tonnen Stahl verarbeitet worden sind. 3.985 Stufen sorgen für einen sicheren Zugang zu den Sitzplätzen. Außen wird das Stadion von der größen Membranhülle der Welt bedeckt. Sie besteht aus 2.760 rautenförmigen Kissen aus einer 0,2 mm dünnen Folie und hat eine Fläche von 66.500 m². Alle Kissen sind mit Ausnahme eines genau gegenüberliegenden Pendants jeweils unterschiedlich groß und haben eine andere Form von 7 bis 40 m² mit Kantenlängen von 3 bis 10 Meter. Die Kissen werden über Ventilatoren dauerhaft unter Druck gehalten. Spektakulär wirken sie, wenn sie nachts in den Farben weiß, rot oder blau (neutral, Bayern,1860) von über 4000 Leuchten von innen beleuchtet werden. Bei einer Gesamtleistung von 1,5 Megawatt kommt da einiges an Stromkosten zusammen. Um den Straßenverkehr auf der nahe gelegenen Autobahn nicht zu gefährden, darf der Farbwechsel nicht abrupt erfolgen. Der allmähliche Übergang dauert deshalb zwei Minuten. Weitere interessante Informationen und Details über den Rasen des Fußballplatzes, die Rasenheizung, die versenkbare Spielerzugangsklappe, die 100 m² großen Video-Anzeigetafeln und die 150 Lautsprechersysteme mit 160.000 Watt konnte man von unserem "Guide" erfahren.

Anschließend wurden wir in die "Katakomben" des Stadions geführt und konnten sehen, wo sich die Spieler umziehen oder im "Entmüdungsbecken" nach dem Spiel relaxen. Sogar in die vom Fernsehen her hinreichend bekannten Studios durften wir hineinschnuppern, natürlich in je eines für die Bayern und die Löwen. Im VIP-Bereich (der nicht so genannt wird) konnte man einen Eindruck gewinnen, wie Prominente in gediegenem Ambiente und bestens verköstigt eine Großveranstaltung genießen können. Das Thema Sicherheit wird groß geschrieben in der Allianz-Arena: 300 Hydranten, 4.600 Brandmelder, 6.200 Alarmlautsprecher, 90 Überwachungskameras, die mit 800 km Glasfaserkabel verbunden sind. Darüber hinaus sind das gesamte Stadion sowie die Anfahrtswege behindertengerecht ausgelegt.
Mit so viel beeindruckenden Daten im Kopf machten sich die Merchinger dann auf den Rückweg zum Bus, wobei manch einer oder eine noch schnell bei den Arena-Shops vorbeischaute, um für den Sohn oder Enkel ein Mitbringsel zu erstehen. Erschöpft und ausgekühlt ließ man sich in die warmen Sitze des Luxusbusses fallen. Während der Heimfahrt versorgte Hermann Hoffmann die Arena-Besucher mit letzten Informationen. Der zweite Vorsitzende des Krieger- und Soldatenvereins bedankte sich im Namen aller Teilnehmer bei Hermann Hoffmann für die großartige Organisation und den interessanten Ausflug.
Bericht und Fotos: Sigi Baumüller; Abspannfotos unten: Copyright Allianz Arena
Weitere Infos über http://www.allianz-arena.de
