Seniorenmeisterschaft
2005
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Keinen Zeitdruck wollte Hermann Hoffmann bei der diesjährigen Clubmeisterschaft der "reifen Herren" aufkommen lassen, denn mit dem Feiertag am Montag standen schon mal grundsätzlich drei Tage für die Abwicklung zur Verfügung. Da wegen der Ferien und einigen Verletzungen nur sechs Teilnehmer gemeldet hatten (die unterste Grenze für die Durchführung), hatte Turnierleiter Hermann Hoffmann einen Modus mit zwei Gruppen vorbereitet, es den Teilnehmern aber frei gelassen, dass jeder gegen jeden spielen konnte die klarste aller möglichen Entscheidungsfindungen. Die offenbar rüstigen Senioren entschieden sich spontan für diese nur je ein Spiel (fünf statt vier) längere Austragungsart. So wurden am Samstag drei Runden gespielt, die restlichen sollten am Sonntag durchgezogen werden, was wegen einsetzenden Regens nicht komplett realisiert werden konnte. Es begann mit den Matches von Toni Geigl gegen Sigi Baumüller, Hermann Hoffmann gegen Günter Bund und Titelverteidiger Erich Geiger gegen Hans Schulz. Wer kurze Begegnungen erwartet hatte, musste sich eines Besseren belehren lassen. Insbesondere Toni Geigl und Günter Bund ließen keine Möglichkeit aus, über drei Sätze zu gehen. Und Erich Geiger wollte gar nicht mehr aufhören und spielte unglaubliche 116 Spiele bei dieser Meisterschaft der Oldies. Obwohl Hermann Hoffman den Teilnehmern freigestellt hatte, einen eventuellen dritten Satz als langen Tie-Break zu spielen, zogen alle Spieler vor die Begegnung in voller Länge auszuspielen. Zwischendurch hörte man die Senioren nach einem Weizen rufen, denn die teils recht engen Spiele brachten die Akteure gehörig zum Schwitzen. Nach der Mittagspause, zu der Erich Geiger leckere Salatplatten für alle spendiert hatte, rief ein Spieler: "Ich hätte viel früher ein Weizen trinken sollen", denn danach schien sein Spiel besser zu laufen vielleicht waren seine Aktionen nicht mehr so hektisch. Es gab auch einige interessierte Zuschauer, die sich das Geschehen nicht entgehen ließen und natürlich die Ehefrauen der Spieler, die nachmittags ihre "besseren Hälften" mit Kaffe und selbstgemachtem Kuchen wieder aufzupäppeln versuchten. |
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Die Ergebnisse der Meisterschaft brachten keine grundlegend neuen Erkenntnisse. Mit fünf gewonnenen Matches und 60:11 Spielen setzte sich Sigi Baumüller durch, gefolgt von Hans Schulz, der auf vier gewonnene Matches und 51:28 Spiele kam. Je 2:3 Matches konnten Erich Geiger und Toni Geigl vorweisen, wobei letzter ein Spiel verletzungsbedingt nicht mehr ausspielen konnte und damit vielleicht den dritten Platz für sich allein hätte beanspruchen können. Günter Bund und Hermann Hoffmann teilten sich mit 1:4 Matches den vierten Rang.
Die exakten Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle aufgelistet:

Parallel zur Meisterschaft, bei der ja nicht alle Plätze gebraucht wurden, fand das spontane Gaudi-Turnier statt (siehe eigenen Bericht). Eine gute Idee von Hermann Hoffmann, denn so waren die Plätze nicht exklusiv für die Meisterschaft reserviert, die jüngeren Mitglieder konnten ebenfalls ihrem Sport nachgehen und die Senioren hatten dadurch einige Zuschauer mehr. Das freundschaftliche "Miteinander" im Club wird durch die Verquickung mehrer Interessen jedenfalls gefördert. Ein jugendlicher Teilnehmer meinte beispielsweise feixend: "Hier ist ein Ball ohne Druck und ohne Haare der muss wohl zur Seniorenmeisterschaft gehören!"
Die Teilnehmer an der Seniorenmeisterschaft hatten viel Spaß, alles ging glatt über die Bühne und es gab keine größeren Verletzungen. Natürlich ist es für die älteren Herren eine große Belastung, fünf Einzel an zwei aufeinander folgenden Tagen zu spielen. Hermann Hoffmann überlegt deshalb für die Zukunft einen Modus, der die Austragung der einzelnen Spiele über einen längeren Zeitraum ermöglicht.
Hier einige erste Eindrücke von der Oldie-Meisterschaft, weitere folgen.


