Doppelmeisterschaften
2006
Einen ersten großen Erfolg konnte Sportwart Hermann
Kienle jun. für sich verbuchen, als sich sage und schreibe 12 Damen und
16 Herren anmeldeten, um sich um den Doppelmeistertitel zu bewerben. Ein zweiter
Erfolg sollte folgen – aber davon später. Zunächst zur Damen-Konkurrenz.
Damen
Die sechs angemeldeten Teams loste Hermann
Kienle in zwei Spielgruppen zusammen, wobei er die nominal stärksten Teams
jeweils in eine Gruppe setzte, damit sie nicht vorzeitig aufeinander treffen.
In der A-Gruppe standen sich Ingrid Baumüller / Renate Bund, Marina Gerstberger
/Janine Spitzhüttl und Elke Seefried / Andrea Schneider gegenüber.
In Gruppe B spielten Siegi Kienle / Steffi Rall, Melanie Gerstberger / Nadine
Böhme und Rita Gerstberger / Birgit Voss jeder gegen jeden um die Rangfolge.
Den Anfang in der Gruppe A machten Ingrid/Renate gegen Marina/Janine, wobei
sich die erfahrenen Spielerinnen recht deutlich mit 6:2 und 6:0 gegen die jüngeren
durchsetzen konnten. Viel enger ging es beim zweiten Gruppenspiel zu, bei dem
Elke/Andrea gegen Marina/Janine antraten, die dieses Mal die Nase vorne behielten
und in drei Sätzen mit 6:0, 3:6 und 6:3 gewannen. Beim letzten Gruppenspiel
mussten Elke/Andrea auch die Überlegenheit von Ingrid/Renate beim 6:0,
6:1 anerkennen. Auch in Gruppe B kristallisierte sich die Überlegenheit
eines Teams heraus. Siegi/Steffi hielten sich sowohl gegen Melanie/Nadine (6:3,
6:1) schadlos, als auch gegen Rita/Birgit (7:6, 6:2). Somit konnte Hermann nun
die jeweils beiden erstplatzierten Teams der beiden Gruppen in der Endrunde
gegeneinander spielen lassen, um die Plätze 1 bis 4 zu ermitteln.
Mit Marina/Janine und Rita/Birgit spielten die jeweils Zweitplatzierten am Sonntag um Platz 3. Auch hier gab die größere Erfahrung den Ausschlag und Rita/Birgit setzten sich mit 6:1 und 6:2 deutlich durch. Das Endspiel gestaltete sich zu einem wahren Krimi bei extremer Hitze. Nahezu drei Stunden kämpften Siegi/Steffi und die Titelverteidiger Ingrid/Renate gegeneinander und mal schien das eine Team es zu packen und kurz darauf waren die vielen Zuschauer sicher, dass sich das andere behaupten würde. Dieses Hoffen und Bangen wechselte ständig, bis am Ende Siegi/Steffi einige wenige Bälle mehr im gegnerischen Feld unterbringen konnten und so mit 5:7, 6:3 und 7:5 total fertig, aber überglücklich ihren ersten gemeinsamen Doppelmeistertitel feiern konnten. Ein spezielles Danke geht an die Familie Gerstberger, die gleich drei Teilnehmerinnen in der Damenkonkurrenz gemeldet hatten und so einen interessanten Turnierverlauf sicherstellten.

Herren
Damit die Hobbyspieler nicht von vornherein von einer Meldung abgehalten wurden,
entschlossen sich Uli Kutscher und Hermann Kienle, nicht wie bei den Punktspielen
als eingespieltes Team aufzutreten, sondern mit anderen, eher schwächeren
Spielern zu melden. Dies zeigte durchaus Wirkung, denn 8 Teams meldeten sich
an – was eine ideale Durchführung der Meisterschaften als Doppel-k.o.-Turnier
erlaubte. Dass am Ende Hermann Kienle mit Neuling Sven Kastner kaum schwächer
antrat als mit seinem Stammpartner, schmälerte die Wirkung des ursprünglichen
Beschlusses zwar, aber die Zuschauer waren doch gespannt, wie sich die beiden
Top-Spieler mit ihren jeweiligen Partnern gegeneinander schlagen würden.
Aber zunächst ging es in der ersten Runde darum, wer in die B-Runde geht
und wer in der A-Runde verbleiben darf.
B-Runde
Markus Kauth / Johannes Menge mussten in der ersten Runde die Überlegenheit
von Hermann/Sven anerkennen und zogen in die B-Runde ein. Genauso erging es
Michael Schweinberger / Rudi Gerstberger, die Zeljko Jovanovic / Tobi Paa deutlich
unterlagen, Dragan Belonic / Thomas Menge durch eine Niederlage gegen Sigi Baumüller
/ Hans Schulz sowie Jakob und Jasper Voss, die überraschender Weise zunächst
klar und dann doch noch knapp gegen Leo Blank / Uli Kutscher den Kürzeren
zogen. Im ersten Halbfinale drehten Markus/Johannes dann richtig auf und ließen
die Herren des Vereinsvorstandes (Michael/Rudi) ziemlich "alt" aussehen,
die somit aus dem Turnier ausschieden. Ähnlich überlegen zeigten sich
im zweiten Halbfinale Jacob/Jasper gegen Dragan/Thomas, so dass sich im B-Finale,
das erst am Sonntag ausgetragen wurde, Markus/Johannes und die Voss-Brüder
gegenüber standen. Das Brüder-Team konnte nun völlig ohne Druck
spielen und das war dem Spiel auch anzumerken. Trotz großer Gegenwehr
von Markus/Johannes waren Jacob und Jasper nicht zu stoppen und sie sicherten
sich ganz klar den ursprünglich sicher nicht angepeilten Titel des B-Meisters.
A-Runde
Ein schärferer Wind wehte in der "Profi-Runde", wo im ersten
Halbfinale Zeljko/Tobi auf die Favoriten Sven/Hermann trafen, die sich nach
einem interessanten Spiel mit allen Raffinessen durch ihre kompromisslosen,
schnellen Bälle relativ knapp mit 6:4 und 7:6 (Tie-Break) durchsetzten.
Noch knapper qualifizierten sich Leo/Uli fürs Finale, indem sie Sigi/Hans
im ersten Satz knapp unterlagen, den zweiten gewannen und im dritten mit dem
knappsten aller Entscheidungen das Tie-Break zu ihren Gunsten entscheiden konnten.
Die beiden unterlegenen Teams spielten um Platz drei und dort mussten Sigi/Hans
denselben "Krimi" vom Vortag noch einmal gegen Zeljko/Tobi durchmachen.
Wieder verloren sie nach 6:4 und 4:6 den Tie-Break des dritten Satzes und ebneten
Zlejko/Tobi den Weg zum 3. Platz der A-Meisterschaften. Wer nun gedacht hätte,
dass Leo an der Seite von Uli gegen Sven/Hermann ohne jegliche Chance wäre,
wurde eines besseren belehrt. Die Favoriten gewannen zwar den ersten Satz relativ
klar mit 6:2, dann aber "ackerte" Uli wie besessen und auch Leo stand
"seinen Mann", denn ein Doppel kann bekannter Maßen nicht von
einem Spieler allein gewonnen werden. So dauerte es relativ lange, bis der Titelkampf
mit einem knappen 7:5 für die Favoriten entschieden war. Die Zuschauer
feierten Sven/Hermann als neue Doppel-Vereinsmeister und alle waren sich einig,
dass das getrennte Auftreten der beiden spielstärksten Spieler des Vereins
das Turnier viel interessanter und ausgeglichener gestaltete. Die allgemeine
Erkenntnis war, dass doch einige Doppel-Teams im Verein eine vergleichbare Spielstärke
aufweisen, was durch die knappen Ergebnisse und die vielen Tie-Breaks eindrucksvoll
demonstriert wurde.

Siegerehrung
Aber auch in der B-Runde gab es interessante Spiele zu sehen, bei denen jeder
Hobbyspieler etwas lernen kann. Jeder kann sich ein Beispiel an Dragan Belonic
/ Thomas Menge nehmen, die an diesem Turnier teilnahmen, ohne eine Chance auf
den Gewinn eines Matches zu haben. Vielleicht sieht es schon nächstes Jahr
anders aus. Bei der netten Siegerehrung am Sonntag auf voller Terrasse gratulierte
Hermann Kienle den Siegern und übergab ihnen hübsche Pokale, auf die
in den letzten Jahren verzichtet worden war. Siegi Kienle und Steffi Rall nahmen
auch den Wanderpokal der Doppelsieger glücklich entgegen. Die Siegerehrung
von Sven Kastner und Hermann Kienle übernahm Hermann Hoffmann, denn der
Sportwart konnte sich ja nicht selbst küren. Alles in allem waren die Doppelmeisterschaften
ein gut vorbereitetes, harmonisches Turnier mit vielen Höhen und Tiefen
für die Spieler, aber auch mit viel Potential für ein Zusammenrücken
von Hobby- und Turnierspielern. Das beste Beispiel hierfür ist der erfolgreiche
Auftritt von Uli und Leo. Uli gebührt besonderer Dank dafür, dass
er auf einen sicheren Sieg mit seinem Standardpartner im Sinne dieser Integration
verzichtet hat. Ebenso positiv ist das relativ spontane Grillfest zu bewerten,
bei dem sich die Widersacher auf dem Court wieder gemütlich zusammensetzten
und sich von Siegi Kienle am Grill verwöhnen ließen. Dabei war es
keineswegs so langweilig, wie es das Foto unten zu dokumentieren scheint.











