Einzelmeisterschaften
2006
Mit einem Starterfeld von 17 Teilnehmern bei der Clubmeisterschaft im Herren-Einzel konnte Sportwart Hermann Kienle jun. höchst zufrieden sein, denn in den vergangenen Jahren wollten sich schon lange nicht mehr so viele Tennisspieler unseres Clubs dem ernsthaften Wettkampf um die interne "Tenniskrone" stellen.
Damen
Auch dass es bei den Damen mit einem Minimalaufgebot von drei Starterinnen zumindest
möglich war, eine Clubmeisterin zu ermitteln, ist erfreulich. Es wurden
drei Matches gespielt, aus der die Titelverteidigerin als klare Siegerin hervorging.
Steffi Rall spielte im ersten Spiel gegen Melanie Gerstberger. Es entwickelte
sich ein gutes Spiel, in dem Steffi letztendlich die Oberhand behielt und verdient
mit 6:2 und 6:4 gewann. Im zweiten Spiel ließ Steffi nichts mehr anbrennen
und siegte 6:1 und 6:4 gegen Birgit Voss. Damit bestätigte Steffi Rall
ihre Vormachtstellung im Merchinger Damentennis und wurde wieder Clubmeisterin.
Im abschließenden Spiel um Platz 2 ging es noch mal heiß her. Melanie
hatte das bessere Ende und holte sich mit 6:3 und 6:4 vor Birgit den Vizemeistertitel.

Herren
Wenn 17 Teilnehmer in einem 16-er Feld spielen sollen, müssen zwei eine
Ausscheidung spielen. Das unglückliche Los traf neben Zeljko Jovanovic
ausgerechnet einen der ältesten Teilnehmer im Feld, Sigi Baumüller.
Wenn diese beiden Kontrahenten in der Vergangenheit aufeinander trafen, gab
es immer langwierige, an die Substanz gehende Matches. So auch bei dieser Meisterschaft.
Während Zeljko im ersten Satz noch nicht so recht "auf dem Platz"
war, stemmte er sich im zweiten mit Vehemenz gegen eine Niederlage und erst
im Tie-Break bei inzwischen großer Hitze konnte Sigi den Matchball zu
6:0, 7:6 verwandeln. Jetzt erst standen die 16 Teilnehmer des angepeilten Feldes
fest und es konnte losgehen.

Aus Sicht der einzelnen Teilnehmer sah der Turnierverlauf folgendermaßen aus (beginnend mit der B-Runde):
Mark Königshofen:
Als Neuling konnte er die heiße "Wettkampfluft" schnuppern und
ausprobieren, wie die eingeübten Schläge unter psychischem Druck funktionieren.
Gegen Mannschaftsspieler Markus Kauth gelang ihm das weniger, aber dann in der
B-Runde konnte er gegen Dragan Belonic beim 4:6, 2:6 ganz gut mithalten. Von
Mark können wir sicher noch einiges erwarten.
Hermann Hoffmann:
Der älteste Teilnehmer hatte mit Sven Kastner gleich einen "Hammer"-Gegner,
der ihm mit 0:6, 0:6 absolut keine Chance ließ. Hermann hinterher: Ich
glaube, ich habe einen einzigen Punkt gemacht und das war ein Doppelfehler
von Sven. In der B-Runde ging es gegen Johannes Menge dann etwas besser, aber
mit 2:6, 3:6 war dann Schluss für Hermann. Ihm ging es vor allem darum,
dass ein interessantes Feld zusammenkommt und die Clubmeisterschaften keine
traurige Angelegenheit mit nur wenigen Teilnehmern ist.
Tobias Ruf:
Als Jugendspieler gegen einen Top-Favoriten antreten zu müssen, ist höchstens
im Sinne des Lerneffekts interessant. Er musste sich allerdings beeilen, um
beim schnellen 0:6, 0:6 von Hermann Kienle etwas mitzunehmen. In der B-Runde
traf Tobias mit Lukas Wülbern auf einen adäquaten Gegner, dem er erst
im dritten Satz nach langem Kampf mit 3:6, 7:5, 4:6 unterlag und aus dem Wettbewerb
ausschied.
Jakob Voss:
Es war einfach nicht "sein Tag", als er von Routinier Sigi Baumüller
mit 1:6, 3:6 in die B-Runde geschickt wurde und das Spiel gegen Tobias Paa verletzungsbedingt
nicht mehr antreten konnte.
Dragan Belonic:
Unser Trainingsweltmeister führte sich auch im Wettbewerb ganz gut ein.
Klar, dass er im ersten Spiel gegen Titelverteidiger Uli Kutscher beim 1:6,
1:6 keine Chance auf einen Sieg hatte (und die beiden Punkte vor allem aus Ulis
Doppelfehlern resultierten). Doch im zweiten Spiel gegen Mark konnte er seine
größere Sicherheit bei Aufschlag und Grundschlägen in Punkte
ummünzen und gewann 6:4, 6:2. Auch im Halbfinale der B-Runde hielt Dragan
gegen Johannes Menge lange mit und unterlag erst nach hartem Kampf mit 6:7,
3:6. Beim Spiel um Platz 3 der B-Runde war dann schon ein bisschen "die
Luft raus". Mit Lukas hohen Bällen konnte er nichts anfangen und somit
stieg seine Fehlerquote und er verlor schließlich 3:6, 2:6.
Lukas Wülbern:
Er konnte als Erfolg verbuchen, dass er vier Spiele im Wettbewerb verblieb.
Dummerweise setzte ihn das Los im ersten Spiel gegen seinen älteren Bruder
Markus, der ihn standesgemäß mit 6:1, 6:2 in die B-Runde schickte.
Dort absolvierte er ein hartes Match gegen Tobias Ruf, das er im dritten Satz
gewann (6:3, 5:7, 6:4). Im folgenden Spiel gegen Tobias Paa hielt er lange mit,
bis er den ersten Satz im Tie-Break verlor und dann im zweiten nichts mehr zuzusetzen
hatte und ihn eine Knieverletzung behinderte (6:7, 0:6). Am Ende wartete auf
Lukas noch das Spiel um Platz 3 der B-Runde, das er mit seiner "Gummiwand-Taktik",
d.h. sicheren hohen Bällen trotz der Verletzung deutlich gegen Dragan gewann.
Für Lukas war dies ein super Einstieg!



Tobias Paa:
Auch "seine Meisterschaften" waren das nicht. Zuerst musste er nach
langem Kampf und einem überraschenden 7:6, 4:6, 3:6 gegen Jasper Voss in
die nicht standesgemäße B-Runde einziehen. Das nächste Spiel
gegen Jaspers größerer Bruder Jakob blieb ihm erspart, weil dieser
verletzungsbedingt nicht antrat. Lukas Wülbern war in der nächsten
Runde ein hartnäckigerer Gegner als geplant (7:6, 6:0). Ziemlich fertig
ging Tobi dann ins B-Finale, wo er nach 2:6, 6:1 gegen Johannes Menge im dritten
Satz wegen Verletzung aufgeben musste.
Johannes Menge:
Dass er in letzter Zeit wenig gespielt hatte, war Johannes kaum anzumerken.
Er leistete Hans Schulz im ersten Spiel großen Widerstand und konnte von
diesem erst im dritten Satz (3:6, 6:3, 2:6) in die B-Runde "verbannt"
werden, wo ihm in den nächsten Spielen weder Hermann Hoffmann (6:2, 6:3)
noch Dragan Belonic (7:6, 6:3) ernsthaft Paroli bieten konnten. Schwer war allerdings
das B-Endspiel, in dem Johannes den ersten Satz gegen Tobias Paa klar mit 6:2
gewann, den zweiten aber ebenso klar mit 1:6 verlor. Dass Johannes den Titel
des B-Meisters durch die Aufgabe von Tobi gewann, tat der Freude keinen Abbruch.
Herzlichen Glückwunsch!
So weit die B-Runde. Auch im A-Wettbewerb bedeutete nach der Einführungsrunde jeder Match-Verlust das Ausscheiden aus dem Turnier.
Markus Kauth:
Sein Verbleib in der A-Runde hatte den Nachteil, dass er dort gegen Uli Kutscher
antreten musste, wo für ihn beim 2:6, 0:6 erwartungsgemäß nichts
zu gewinnen war.
Hans Schulz:
Ähnlich wie Markus erging es Hans, der in der A-Runde auf Sven Kastner
stieß und dessen exaktem, schnellem Spiel nicht viel entgegenzusetzen
hatte. Seine Fehlerquote stieg durch dessen harte Schläge sprunghaft an
und nach 1:6 und 3:6 war der Wettbewerb für Hans beendet.
Markus Wülbern:
Auch er musst erkennen, dass in der A-Runde ein "frischerer Wind"
bläst, der sinnbildlich gesehen von Hermann Kienles harten Bällen
herrührte. Wahrscheinlich hat Markus die 1:6, 0:6-Niederlage unter "Lehrstunde"
abgelegt. Immerhin kann er von sich sagen, dass er in der "Profirunde"
mitgespielt hat.
Sigi Baumüller:
Nach drei schweren Matches in sengender Hitze und gut sechs Stunden Spielzeit
war für den Oldie, der durch eine erfolgreiche Qualifikation gegen Zeljko
Jovanovic und einen Erstrundensieg über Jakob Voss ins A-Viertelfinale
eingezogen war, nichts mehr zu holen. Im Spiel gegen einen clever aufspielenden
Jasper Voss musste Sigi lange Rallyes mitgehen und immer wieder den "inneren
Schweinehund" überwinden. Denkbar knapp schied er aber letztendlich
gegen seinen gut 40 Jahre jüngeren Kontrahenten nach einer wahren Hitzeschlacht
mit 6:7 und 6:7 (zweimal im Tie-Break) aus.
Im Halbfinale standen sich nun Uli Kutscher und Sven Kastner sowie Hermann Kienle und Jasper Voss gegenüber.
Sven Kastner:
Dem bisher souverän aufspielenden Sven (6:0, 6:0 gegen Hermann Hoffmann
und 6:1, 6:3 gegen Hans Schulz) unterliefen gegen den Titelverteidiger Uli Kutscher
dann doch etwas mehr Fehler als bei den vorangegangenen Spielen. Aber erst im
dritten Satz musste sich Sven mit 3:6, 6:3, 3:6 geschlagen geben. Damit stand
er im Spiel um Platz 3 gegen Hermann Kienle. Die Zuschauer sahen ein tolles
Spiel mit sehr schnellen Ballwechseln. Am Ende musste sich Sven auch in diesem
Match mit 3:6, 2:6 geschlagen geben, aber für ihn bot diese Meisterschaft
eine ideale "Standortbestimmung" für die Einordnung in die Herrenmannschaft.



Hermann Kienle:
Er hatte eine glückliche Auslosung und es schien, als würde er locker
ins Finale marschieren. Die beiden ersten Spiele (6:0, 6:0 gegen Tobias Ruf
und 6:1, 6:0 gegen Markus Wülbern) forderten Hermann kaum, was vielleicht
ein Nachteil für das Match gegen den stark aufspielenden Jasper Voss war.
Jedenfalls kam er nie so richtig ins Spiel und der clevere Jasper verwehrte
ihm erfolgreich den Weg ins Endspiel (4:6, 4:6). Das beste Match lieferte Hermann
dann beim Spiel um Platz drei gegen Sven Kastner ab. Es knallte nur so auf Platz
2 und die Zuschauer sahen richtig gutes Tennis mit allen technischen Raffinessen.
Hermann arbeitete sich nachdem offenbar der Druck weg war fast
in einen Spielrausch und gewann das Super-Match bei über 30 Grad überraschend
deutlich mit 6:3 und 6:2.


Jasper Voss:
Er ist zweifellos die Überraschung des Turniers. Er setzte sich trotz schwieriger
Auslosung gegen mehrere Spitzenspieler der 1. Mannschaft und den Seniorenmeister
durch. Gegen Tobias Paa gewann er 6:7, 6:4, 6:3, gegen Sigi Baumüller 7:6,
7:6 und - schon eine Sensation - gegen Hermann Kienle mit 6:4 und 6:4. Jasper
spielte zwar nicht so viele eigene Punkte heraus, aber er zwang die Gegner zu
Fehlern. Eine clevere Taktik, die bis zum Halbfinale aufging. Erst im Finale
musste sich der Youngster gegen einen platziert und streckenweise sicher schlagenden
Uli Kutscher mit 2:6, 3:6 geschlagen geben, was ihn öfter seinen Schläger
"verlieren" ließ. Für Jasper war dieses Turnier ein großer
Erfolg.


Uli Kutscher:
Trotz vieler Doppelfehler und immer wieder un-(oder über-)motiviert ins
Aus gesetzte Bälle reichte es für Uli zum wiederholten Clubmeistertitel.
Klare Ergebnisse - 6:1, 6:1 gegen Dragan Belonic, 6:2, 6:0 gegen Markus Kauth,
6:3, 3:6, 6:3 gegen Sven Kastner und 6:2, 6:3 gegen Jasper Voss - ebneten ihm
den Weg zur verdienten Titelverteidigung. Allerdings lief nicht alles so rund
wie gedacht. Oft haderte Uli mit sich selbst und konnte seine eigenen Fehler
gar nicht fassen. Trotzdem herzlichen Glückwunsch!







Siegerehrung
Sportwart Hermann Kienle bedankte sich bei der Siegerehrung bei den zahlreichen
Teilnehmern, den vielen Zuschauern und allen Helfern, die diese Einzelmeisterschaften
zu einer "runden Sache" gemacht haben. Er überreichte Siegerpokale
an die jeweils drei Erstplatzierten sowie den Wanderpokal an die Clubmeister.
Uli Kutscher darf den Wanderpokal nun behalten, weil er ihn seit der Einführung
bereits drei Mal gewonnen hat.






Die Ergebnisse
der Einzelmeisterschaften 2006 im Überblick:
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Damen ----------------
Clubmeisterin: Steffi Rall
Vizemeisterin: Melanie Gerstberger
Dritte: Birgit Voss
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Herren -----------------
Clubmeister: Uli Kutscher
Vizemeister: Jasper Voss
Dritter: Hermann Kienle
B-Rundenmeister: Johannes Menge
Vizemeister: Tobias Paa
Dritter: Lukas Wülbern