Flutmuldenturnier 2006 beim TC Kissing


Sieben Jahre nach der Flutkatstrophe von 1999 trafen sich die Tennisclubs der betroffenen Gemeinden Kissing, Mering und Merching, um dem Ereignis auf sportliche Weise zu gedenken und die immer noch nicht abgeschlossenen präventiven Maßnahmen anzumahnen. Klaus Marschall hatte sich in Hamburg, wo man über ausreichend Erfahrung bezüglich Flutkatastrophen verfügt, informiert und ein Sturmpfeifchen mitgebracht, das Beginn und Ende der einzelnen Spielrunden signalisierte. Es fragte sich zwar jeder, wie das harmlose Pfeifchen bei einem ausgewachsenen Sturm zu hören ist, nachdem die Teilnehmer schon auf Platz 6 die Signale kaum mehr mitbekamen. Aber Klaus Marschall gab zu, dass er sich im Gebrauch dieses Instruments nicht ausreichend instruieren ließ. Dies tat dem Spaß auf den damals überschwemmten Plätzen keinen Abbruch und die mehr als 30 Spieler und Spielerinnen konnten auf den sechs zur Verfügung gestellten Plätzen nach Herzenslust spielen. Es wurden vorwiegend Mixed-Begegnungen ausgetragen, wobei die Turnierleitung darauf achtete, dass in jeder Paarung nach Möglichkeit Teilnehmer aus allen drei beteiligten Vereinen aufgestellt waren.

"Gedränge" auf den Plätzen Klaus Marschall erklärt die Sturmpfeife Zuschauen wie die Eltern Tennis spielen
Action - Brigit Voss, Siggi Heyne und Linda Marschall Fachgespräch am Tresen - Klaus Marschall, Günter Bund sowie Steffi Rall

Nach zwei Runden gestattete Turnierleiter Willi Reinshagen den Teilnehmern eine kleine Kaffepause, bei der die köstlichen Kuchen und Torten der Kissinger Damen genossen werden konnten. Zwischendurch regnete es einige wenige Minuten, weil das beim Flutmuldenturnier offenbar so sein muss. Ansonsten aber waren die Teilnehmer auch mit dem Wetter sehr zufrieden. Jeder nahm seine Punkte aus den jeweils neu zusammengestellten Paarungen mit und so konnte am Ende der Sieger per Punkteaddition ermittelt werden. Nach dem Duschen und vor dem schon sehnsüchtig von den hungrigen Sportlern erwarteten Spanferkelessen (vielen Dank an die Familie Ebner!) führten Klaus Marschall und Willi Reinshagen die Siegerehrung durch. Man blieb beim Thema Hamburg/Nordsee und präsentierte als Pokale kleine und größere Leuchtturm-Miniaturen – eine nette und recht passende Idee. Waren im letzten Jahr drei Kissingerinnen auf den vorderen Plätzen zu finden, so hielten sie sich heuer etwas zurück und ließen den Gästen den Vortritt. So gratulierten die Veranstalter dem Merchinger Sigi Baumüller zum Gesamtsieg, der das Turnier schon 2003 und 2004 gewonnen hatte. Dieser dankte seinen unterschiedlichen Partnerinnen und Partnern, die ihm zu 33 Punkten verholfen hatten. Auch der zweite Platz ging an den TC Merching, denn Renate Bund hatte mit 32 fast genau so viele Punkte ergattert und somit die Kissingerin Maya Weissenbacher (mit einem Spielpunkt weniger) auf den dritten Platz verwiesen. Der punktbeste Meringer, Willi Spieß, wurde ebenso geehrt wie der jüngste Teilnehmer, Marco Ebner, der mit einem der hinteren Plätze vorlieb nehmen musste. Aber im Vordergrund stand natürlich der Spaß am gemeinsamen Sport und die Pflege der freundschaftlichen Nachbarschaft, die zwar nicht erst seit dem Jahrhunderthochwasser besteht, die aber ihr Funktionieren in Notzeiten besonders beweisen kann. Vielen Dank an die Gastgeber!

Weitere Infos sind unter der Website des TC Kissing zu finden: www.tc-kissing.de (unter" Termine/Events").

Ehrung für den 2. Platz - Renate Bund originelle Pokale Ehrung für Maya Weissenbacher
Siegerfoto - Klaus Marschall, Maya Weissenbacher, Sigi Baumüller, Renate Bund u. Willi Reinshagen