Seniorenmeisterschaften 2006


Wegen der hohen Belastung der nicht mehr ganz jungen Tenniscracks durch drei oder mehr Spiele während einer Seniorenmeisterschaft beschloss Turnierleiter Hermann Hoffmann, die Spielzeit auf nahezu eine Woche auszudehnen und am letzten Tag nur die Endspiele auszutragen. Vielleicht lag es am neuen Modus, dass sich immerhin zehn mindestens 45-jährige männliche Tennisspieler für diese Meisterschaft eintrugen. Erstmals konnten auch – leider nur zwei – Damen (ab Vierzig) für eine Teilnahme gewonnen werden.

Damenmeisterschaft wenig aufwändig
Wenn sich schon mal Damen für die Meisterschaft der "Fortgeschrittenen" melden, dann sollen sie auch spielen, selbst wenn sie nur zu zweit sind. Nach diesem Motto wurde das erste Spiel auch gleich zum Endspiel, in dem sich Renate Bund und Birgit Voss gegenüber standen. Dass Birgit seit der letzten Saison spielerisch ziemlich zugelegt hat, kann man unschwer daran sehen, dass der erste Satz nach weit über einer Stunde in den Tie-Break ging und Renate ihn erst nach hartem Ringen mit 7:6 für sich buchen konnte. Im zweiten Satz hatte dann Renate einen "Lauf" und zog mit 5:0 davon, wobei sie vielleicht durch die schweren Bälle und ihren unnachahmlichen Rückhand-Slice wegen des schlechten Wetters leicht im Vorteil war. Birgit kämpfte sich zwar noch auf 3:5 heran, aber dann konnte Renate "den Sack zumachen". Nachdem sie den zweiten Satz also etwas klarer mit 6:3 gewonnen hatte, stand sie auch schon als erste Seniorenmeisterin in der Clubgeschichte des TC Merching fest. Herzlichen Glückwunsch!

Herren ziemlich verletzungsanfällig
Hermann setzte Sigi Baumüller und Hans Schulz in je einer der beiden Gruppen und loste die übrigen Teilnehmer dazu. In Gruppe A fanden sich neben Sigi Baumüller Hermann Kienle, Toni Geigl, Günter Bund und Walter Reichel wieder und in Gruppe B Sigi Kranzfelder, Hermann Hoffmann, Leo Blank und Wolfgang Rixen neben dem gesetzten Hans Schulz. Innerhalb der Gruppen mussten alle Teilnehmer "jeder gegen jeden" spielen. Dazu machten die Oldies ganz nach Belieben individuelle Termine während der Woche aus. Sigi absolvierte seine Spiele aus seiner Sicht recht erfolgreich, denn er kam gegen Günter zu einem 6:2, 6:1 und er gewann gegen Toni 6:1, 6:1. Toni seinerseits konnte sich mit neuem Schläger und wesentlich sichererem Spiel mit 6:1 und 6:4 gegen Günter durchsetzen, während dieser sich gegen Hermann Kienle mit 6:2 und 6:0 schadlos hielt. Das war's dann schon an Spielen in der Gruppe A, denn Hermann Kienle konnte sein letztes Spiel wegen Verletzung nicht mehr antreten und Walter kam nicht rechtzeitig aus dem Urlaub zurück (ursprünglich waren die Meisterschaften für den darauffolgenden Dienstag ausgeschrieben). Somit lautete die Reihenfolge Sigi vor Toni, Günter und Hermann.

Gruppe B fast verwaist
Noch etwas dünner waren die Spiele in der Gruppe B "gesät". Beim Spiel von Hans Schulz gegen Sigi Kranzfelder verletzte sich Sigi im dritten Satz und Hans verbuchte den Sieg mit 3:6, 6:3, 6:1 für sich. Sigi konnte danach verletzungsbedingt nicht mehr antreten. Gleiches galt für Wolfgang Rixen, gegen den Hermann Hoffmann ganz klar mit 6:2, 6:0 gewann, wobei sich Wolfgang aber leider auch verletzte und aus dem Turnier ausschied. Auch Leo Blank laborierte noch an einer Verletzung aus den Doppelmeisterschaften herum und konnte nicht antreten. Somit spielten Hans und Hermann die letzte Partie, die mit 6:2, 6:0 an den Favoriten Hans ging. Die Reihenfolge in der Gruppe B lautete somit recht einfach Hans vor Hermann.

Endspiele am Sonntag
Damit standen auch die Endspiel-Begegnungen vom Sonntag fest. Toni Geigl und Hermann Hoffmann bestritten das "kleine Finale" um Platz 3. Die zahlreichen Zuschauer auf der Terrasse sahen eine lebendige Partie, die Toni anfangs mit raffinierten Vorhand-Schlägen mit seinem neuen Racket deutlich dominierte. Dann kam Hermann aber auf und es wurde recht knapp, bis Toni doch den entscheidenden Punkt setzte und den Satz mit 6:4 gewann. Ganz ähnlich lief es im zweiten Satz, den Toni mit super Aufschlägen und unangenehm langen Bällen ebenfalls knapp mit 6:4 gewann und somit Dritter der Seniorenmeisterschaft wurde.
Etwa genauso lange dauerte das Endspiel auf dem "Centrecourt" zwischen Sigi und Hans. Von Anfang an lief es für Sigi hervorragend, er konnte auf gute Bälle von Hans oft noch "einen draufsetzen" und zog ganz schnell davon. Hans konnte im ersten Satz zwar nur ein einziges Spiel gewinnen, aber das klare Ergebnis spiegelt in keinster Weise die effektiven Spielstärkeverhältnisse wider. Im zweiten Satz lief es etwas besser für Hans, aber Sigis Lauf hielt weiter an. Er konnte auch den zweiten Satz mit 6:2 klar gewinnen und verteidigte seinen Seniorenmeistertitel unerwartet deutlich.

Pokale für die Sieger
Hermann Hoffmann überreichte den Siegern bei der Siegerehrung kleine Pokale sowie praktische, nette Preise. Bei den Herren konnte Sigi auch den Senioren-Wanderpokal für ein weiteres Jahr entgegennehmen. Mit einem Glas Sekt und viel Beifall für Hermann und seinen neuen Austragungsmodus ging die kleine Feier zu Ende.

Ergebnisse:

Sigi Baumüller – Toni Geigl 6:1, 6:1
Sigi Baumüller – Günter Bund

6:2, 6:1

Hermann Kienle – Toni Geigl 2:6, 1:6
Hermann Kienle – Günter Bund 2:6, 0:6
Toni Geigl – Günter Bund 6:1, 6:4
Hans Schulz – Sigi Kranzfelder 3:6, 6:3, 6:1
Hans Schulz – Hermann Hoffmann 6:1, 6:2
Hermann Hoffmann – Wolfgang Rixen 6:2, 6:0
Toni Geigl – Hermann Hoffmann (Spiel um Platz 3) 6:4, 6:4
Sigi Baumüller – Hans Schulz (Endspiel) 6:1, 6:2

Renate Bund – Birgit Voss 7:6, 6:3

Renate, erste Senioren-Meisterin und Sigi als Titelverteidiger