Tennis-Glückshormone
statt Drogen!
Wer sich den 14.07.2006 im Terminkalender rot angekreuzt
hatte, lag goldrichtig – die Vormerkung galt dem „Aktionstag“
beim Schulfest an der Hauptschule Mering.
Im vorgegebenen Zeitfenster von 11:45 bis 18:00 Uhr präsentierten die Schüler
der achten Jahrgangsstufe ihre Ergebnisse zum Thema „Klar im Kopf“,
das Wegbegleiter der vergangenen Monate gewesen war. Im Mittelpunkt stand hierbei
die Auseinandersetzung mit den verschiedenen Formen von Sucht. So erhielten
die Schüler durch das Jugendamt Aichach-Friedberg und deren Mitarbeiter
die Möglichkeit, wissbegierig Gespräche mit Betroffenen, ehemaligen
Drogenabhängigen und „trockenen“ Alkoholikern zu führen.
Es war eine äußerst gelungene Veranstaltung mit vielen ansprechenden
Plakaten und Informationsständen rundum das Thema Gesundheit, die mit sehr
viel Mühe und Engagement erstellt wurden.
Schnupperkurs im Tennis
Die Angebote sind gut angekommen und so mancher hatte Lust sich zu informieren
oder Bewegungsangebote gleich auszuprobieren: Ernährungsberatung, Wellness-Oase,
Vorführungen des Roten Kreuzes und der Wasserwacht, Schnuppereinweisung
ins Golfen, Trockenübungen am Simulator für Surfinteressierte, Rock
´n´ Roll-Vorführungen, Ju-Jutsu und Selbstverteidigung, Nordic-Walking,
Laufen und Joggen, Schnupperkurs im Tennis und vieles mehr. Dass sich beim Beachvolleyball-Turnier
„Schüler gegen Lehrer“ die Jugend geschlagen geben musste,
lag sicher am engagierten Einsatz während des ganzen Aktionstages. Besonders
hervorzuheben ist außerdem das vorzügliche kulinarische Angebot,
dessen Organisation in den erfahrenen Händen des Elternbeirats lag.
Albert Riedmann bringt Tennis näher
Lehrer Albert Riedmann, selbst Stammspieler im Tennisclub Merching, nahm sich
wie schon in den vergangenen Jahren der Tennisinteressierten an. Damit die Warteschlange
nicht zu lange wurde, unterstützten ihn seine Kollegin Gertrud Neiß
sowie zwei Tennisfreunde, Uli Kutscher und Günter Bund. Bewegung und Ausdauersport
an der frischen Luft stärkt den Kreislauf und verbessert die Kondition
– man fühlt sich bei regelmäßigem Training fitter und
leistungsfähiger. Zudem setzt der Organismus Glückshormone frei, die
gute Laune machen.
Aktion "Keine Macht den Drogen"
Hätten Sie es noch gewusst? Vor nicht allzu langer Zeit –um genau
zu sein: 1990 – wurde von Karl-Heinz Rummenigge mit Hilfe der Bundesregierung
die Aktion „Keine Macht den Drogen“, ins Leben gerufen. Zum damaligen
Zeitpunkt glaubte die Bevölkerung, dass sich die Kampagne an bereits Drogenabhängige
richte. Primär handelte es sich um eine Anti-Drogen-Initiative. Heute ist
der Keine Macht den Drogen e.V. ein eingetragener Verein, der sich
den kritischen Umgang mit harten wie mit leichten Drogen zum Ziel gesetzt hat.
Zur Erfüllung dieser Aufgabe setzt der Verein auf die Persönlichkeitsentwicklung
der Betroffenen durch Stärkung des Selbstvertrauens. Des Weiteren fördert
der Verein zusammen mit vielen Partnern (Sportverbänden, Vereinen, Botschaftern
etc.) die sportliche Betätigung und jede Art sinnvoller (Freizeit-) Beschäftigung
zur besseren Bewältigung der persönlichen Situation.
Ein Sieg für die Schüler
Einen eindeutigen Sieg haben die Schüler der achten Jahrgangsstufe errungen,
die sich an Jugendliche wandten, die keine Drogen konsumieren. Sie haben nicht
nur für sich, sondern für uns alle herausgearbeitet, dass Sport ein
"leistungsbejahendes Lebensgefühl“ vermittelt.
Günter Bund




