Viel Spaß bei der Städtetour nach Bad Reichenhall und Berchtesgaden

Dieses Mal hatte Hermann Hoffmann für die Städtetour die Gegend um den Königssee ausgesucht – Bad Reichenhall und Berchtesgaden, die fast immer von Touristen förmlich überflutet werden, sich in der Nachsaison aber doch über ein wenig Ruhe freuen können. Dies war ein großer Vorteil für die TCM-Städtetourer, denn es gab praktisch keine Wartezeiten und wenig belegte Parkplätze.

Da konnte man schon über das nicht kontinuierlich optimale Wetter hinweg sehen, obwohl es am Freitag vielversprechend losging. Bei Sonnenschein trafen sich die ersten Städtefahrer bereits gegen Mittag im Gablerhof in Bad Reichenhall, denn für Hermanns Sightseeing-Programm waren drei Tage vorgesehen. Gegen 14:00 Uhr besuchten wir nach einem kleinen Fußmarsch die Alte Saline in Bad Reichenhall, wo die mächtigen Pumpen und Produktionsanlagen die Salzgewinnung eindrucksvoll demonstrierten. In der Alten Saline ist alles noch fast wie vor 170 Jahren – die Pumpwerke und Gestänge, die Stollenausbauten und Schächte und die riesigen Wasserräder, die sich seit ihrer Fertigstellung fast ununterbrochen drehen. Nach dem Rundgang in der Vergangenheit hatten besonders die Damen noch viel Energie, die Schätze der Gegenwart in den Boutiquen Bad Reichenhalls zu bestaunen. Dann marschierten wir zurück zum Hotel, denn dort wartete bereits ein Spitzen-Menü auf die teils etwas müde wirkenden Merchinger Gäste.

Nach dem Frühstück am Samstagmorgen, das auf 7:30 Uhr terminiert war, fuhr die Merchinger Reisegruppe nach Berchtesgaden. Von dort ging es mit dem ersten Schiff zur weltberühmten Kapelle in St. Bartolomä, vorbei am sagenhaften "Echo vom Königssee", das von einem Hornbläser gekonnt angerufen und von einer senkrechten Felswand einige Sekunden später prompt reflektiert wurde. Nach der Besichtigung des Kirchleins von Bartolomä war ein Spaziergang auf der Halbinsel angesagt, der manchem aber zu kurz war. So machten sich einige auf den steilen Weg in Richtung Watzmann, wo als Naturschauspiel die von Schnee und Eis gebildeten Eishöhlen lockten. Doch nach ein paar Hundert Höhenmetern stapfte die TCM-Crew bereits durch dicken, rutschigen Schnee und bei den Warnschildern, die mit "Lebensgefahr" überschrieben waren, machte man dann vernünftiger Weise Halt und genoss einfach die schöne Winterlandschaft. Das eindrucksvolle Watzmann-Massiv musste man sich allerdings hinter dem Hochnebel in der Phantasie vorstellen. Zurück in St. Bartolomä schwärmten die Zurückgebliebenen von den geräucherten Saiblingen, die im Fischerstüberl angeboten wurden. Also kehrte man dort noch ein, bevor die heitere Schar wieder das Schiff nach Berchtesgaden bestieg.

St. Bartolomä - einfach, aber weltberühmtnicht ungefährlich - Wanderung im SchneeDigitalfotografen - schlimmer als die Japanerkonzentriertes Studieren der Schaufenster

Dort angekommen führte uns ein Fußmarsch in die Innenstadt, die mit Hilfe einer Stadtführerin erkundet werden sollte. Klar, dass die Zeit bis zum Start in einem netten Cafe überbrückt werden musste. Dann erfuhren wir viel über den Markt Berchtesgaden, das Königliche Schloss, den Einfluss des Salzes, die beiden Kirchen für die unterschiedlichen Stände des Volkes und die einflussreichen Handwerkerfamilien. Frau Glossner verstand es, die nüchternen Daten mit Leben zu erfüllen, indem sie konkrete überlieferte Vorkommnisse im originalen Dialekt lebendig zum Besten gab – vom Liebeskummer einer Handwerkertochter bis zu den hygienischen Zuständen in früheren Zeiten. Nach zwei Stunden waren wir dann ziemlich geschafft und fuhren zurück zum Hotel, wo schon wieder das Abendessen verführerisch duftete.

Stadtführung - vor dem Schlossim Ortskern

Der Sonntag war für die "Phantastische Salzzeitreise" vorgesehen, die uns im Salzbergwerk Berchtesgaden geboten wurde. Wir zogen uns alle Schutzanzüge an und wurden mit einem Züglein in die geheimnisvolle Unterwelt transportiert. Highlights waren die Rutschen, die Zweier- bis Vierergruppen in einem Höllentempo einige Stockwerke nach unten beförderten. In verschiedenen Stationen gab es originale Gerätschaften wie Steinbohrer und Pumpen zu sehen, aber auch modern und lehrreich aufgebaute Exponate, die die verschiedenen Salzarten zeigten und die es sogar erlaubten, Salzkristalle optisch heranzuzoomen, bis man in millionenfacher Vergrößerung die Atomstrukturen erkennen konnte. Am Ende wurden natürlich auch Souvenirs angeboten und Fotos, die überall im Bergwerk automatisch ausgelöst worden waren. Vor allem die Fotos mit den ängstlichen Gesichtern der Besucher auf den Rutschen wurden mit großem Hallo begutachtet und entsprechend kommentiert. Anschließend fuhr man ein Stück in Richtung "Heimat", um in Inzell noch ein abschließendes gemeinsames Mittagessen einzunehmen. Bei nun wieder herrlichem Sonnenschein verabschiedeten wir uns, nicht ohne Hermann Hoffmann für die viele Arbeit bei der Vorbereitung dieser schönen Städtefahrt zu danken.

Anm. d. Red.: Bei diesem kulinarischen Mega-Programm sollten sich die Teilnehmer lieber nicht auf die Waage stellen!

fertig zum Einfahren in den Bergrasant gehts in die Unterwelt



Letzte Änderung: 30. Oktober 2007