Spannende Doppelmeisterschaften

Auch für die Doppelmeisterschaften hatte Sportwart Hermann Kienle herrliches Spätsommerwetter geordert, so dass diese letzte Clubmeisterschaft dieses Jahres nicht nur sportlich ein Highlight darstellte, sondern auch allen Teilnehmern und Zuschauern ein schönes Tennis-Wochenende bei äußerst angenehmen Temperaturen bescherte. Doch Sonnenschutz war unbedingt angesagt. Mit 10 Damen- und 18 Herrenmeldungen war Hermann nicht unzufrieden, andererseits ergaben sich gerade so viele Begegnungen, dass die Paarungen locker auf den Samstag verteilt und die Endspiele am Sonntag angesetzt werden konnten.

Dezimiertes Starterfeld durch unglückliche Verletzung
Leider wurden die zunächst fünf Damenteams durch einen unangenehmen "Ausrutscher" von Andrea am Abend vorher auf vier Doppel reduziert und somit konnte gleich mit den Halbfinals begonnen werden. Die gesetzten Titelverteidigerinnen Siegi Kienle/Steffi Rall trafen hierbei auf Rita Gerstberger/Birgit Voss und sie meisterten diese Aufgabe wie erwartet mit Bravour. Am Ende stand es 6:2, 6:3 und der Einzug ins Finale war bereits geschafft. Die ebenfalls gesetzten Ingrid Baumüller/Renate Bund taten sich im zweiten Halbfinale gegen das kurzfristig zusammengestellte Team Nadine Böhme/Barbara Schmid wesentlich härter und zogen nach einem langen, von Fehlern dominierten Spiel dann doch noch mit 6:4, 6:4 ins Finale ein. Hut ab vor Nadine, die – erst kurz dem Anfängerstatus enteilt – sich der Herausforderung einer Clubmeisterschaft stellte. Alle Achtung auch vor Barbara, die als hochklassige Mannschaftsspielerin mit einer Hobbyspielerin antrat. Auch wenn die Beteiligten die Spiele nicht tierisch ernst nahmen, so war doch Ehrgeiz im Spiel und jeder wollte gewinnen – so soll es ja auch sein bei Clubmeisterschaften. Es ist halt nur schade, dass die wirklich versierten Doppelspielerinnen im Club, die sonst immer auf dem Platz zu sehen sind, sich bei den Meisterschaften nicht blicken lassen.

Sonnenschutz war gefragt - Sebinur lachende Teilnehmer am EndspielMut bewiesen - Nadine und Barbara

Titelverteidigung mit Anlaufschwierigkeiten
Im Endspiel trafen wie im Vorjahr Siegi/Steffi auf Ingrid/Renate und wie immer wurde diese Begegnung lang und spannend. Im ersten Satz legten Ingrid/Renate los, dass man keinen "Pfifferling" mehr auf die Titelverteidigerinnen setzte. Aber nach dem klaren 1:6 rissen sich Siegi und Steffi am Riemen, wurden stabiler und gewannen den zweiten Satz mit 6:3. Im entscheidenden dritten Satz waren Ingrid/Renate zu sehr bemüht, keinen Fehler zu machen und spielten die Bälle einfach nur "rüber". Dies nutzte vor allem Siegi aus, wagte immer wieder Angriffe und streute Lobs ein bis die Gegnerinnen einen Fehler machten oder Steffi am Netz punkten konnte. So gewannen Siegi/Steffi den dritten Satz ebenfalls mit 6:3 und wurden jubelnd wieder Clubmeister im Damen-Doppel. Im Spiel um Platz 3 setzten sich Nadine/Barbara mit 6:4 und 6:3 durch.

Vier Herrendoppel gesetzt
Bei den Herren setzte Hermann Kienle gemäß der vermeintlichen Spielstärke vier Teams: Sven Kastner/Hermann Kienle, Johannes Paa/Uli Kutscher, Sebi Grad/Tobias Paa und Jacob Voss/Jasper Voss. Sven und Hermann hatten im ersten Spiel mit dem Team Hermann Kienle sen./Leo Schneider erwartungsgemäß wenig Mühe und gewannen 6:3, 6:0. Jacob und Jasper zeigten in ihrem ersten Spiel eine geschlossene Leistung und ließen Sigi Baumüller/Zeljko Jovanovic – die vorher noch Toni Geigl/Thomas Menge mit 6:2, 6:2 ausgeschaltet hatten – keine Chance und schafften den Einzug ins Halbfinale souverän mit 6:2 und 6:4. Genauso wenig Probleme hatten Sebi und Tobi mit Johannes Menge/Markus Kauth, gegen die sie ganz klar mit 6:0 und 6:1 gewannen. Auch das vierte gesetzte Team hatte mit Rudi Gerstberger/Herman Hoffmann eine lösbare Aufgabe vor sich und sie zogen mit einem deutlichen 6:2, 6:1 ebenfall ins Halbfinale ein.

Schluss mit lustig im Halbfinale
Dort ging es allerdings so richtig "zur Sache". Sven/Hermann hatten sich mit den Voss-Brüdern auseinanderzusetzen und es entwickelte sich gleich ein offener Schlagabtausch mit hohen Ballgeschwindigkeiten und großem körperlichen Einsatz. Sven und Hermann zogen im ersten Satz davon und gewannen diesen klar mit 6:2. Im zweiten Satz häuften sich dann die Eigenfehler und Jacob/Jasper fanden besser ins Spiel. Mit spektakulären Bällen schafften die Brüder dann den Satzgewinn mit 7:5 und zogen in Sätzen gleich. Der dritte Satz glich dem zweiten: In einem rasanten, gut anzuschauenden Tennisspiel schenkten sich die beiden Teams nichts. Vielleicht lag es am Bemühen von Sven und Hermann, die Schläge noch härter und spektakulärer zu machen, dass sie am Ende den Voss-Jungs den Vortritt lassen mussten. Diese gewannen – für manche völlig überraschend, aber für manche nicht unerwartet – den letzten Satz knapp 6:4 und zogen ins Finale ein. Auch das zweite Halbfinale verlief spektakulär und mit einem unerwarteten Ergebnis. Zunächst spielte das Spitzendoppel Uli/Johannes – im konträren Partnerlook "schwarz-rot" bzw. "rot-schwarz" – konzentriert auf und ließen Sebi/Tobi beim 6:2 keine Chance. Dann verkehrte sich die Situation plötzlich: Den im ersten Satz Unterlegenen gelang nun immer mehr und Uli/Johannes produzierten Serien von Fehlern, was zwangläufig zu ihrem Satzverlust führte (3:6). In der Folge sah man Uli und Johannes in den Spielpausen nur noch grübelnd und mit sich (und dem Partner?) hadernd auf dem Platz stehen und so war es kein Wunder, dass Sebi und Tobi den dritten Satz souverän mit 6:1 für sich buchen und überraschend ins Finale einziehen konnten.

nach 3 Std. fix und fertig - Hermann und HermannWieso klappt das heute nicht?

B-Runde mit 3-Std.-Match
Da die B-Runde sportlich nicht so bedeutend ist, legte Hermann die Paarungen (mit Einverständnis der Beteiligten) so, dass interessante Spiele zustande kamen. So trafen Hermann Kienle sen. und Leo Schneider auf Rudi Gerstberger und Hermann Hoffmann. Obwohl für einige der Teilnehmer das dritte Spiel an diesem Tag schon fast eine Zumutung war, kämpften die Teams volle drei Stunden mit Begeisterung um jeden Ball. Als müsste man für das Startgeld das Optimale herausholen, spielte man nicht nur drei Sätze, sondern entschied die beiden letzten erst im Tiebreak. Der erste Satz ging dank stabilem Spiel von Hermann und unermüdlicher Laufarbeit von Leo an Kienle/Schneider. Rudi und Hermann ließen das nicht auf sich sitzen und kämpften sich im zweiten Satz durch und gewannen den Tiebreak. Am Ende hatte Hermann/Leo das glücklichere Ende auf ihrer Seite, denn sie konnten den Tiebreak des dritten Satzes für sich entscheiden und holten sich mit 6:3, 6:7 und 7:6 die Berechtigung zur Teilnahme am B-Finale. Da sie sich aber so sehr verausgabt hatten, traten sie nicht mehr an und ebneten somit den Weg zum B-Meister für Sigi/Zeljko, die ihrerseits im Halbfinale Johannes Menge und Markus Kauth überraschend klar mit 6:2 und 6:2 ausgeschaltet hatten.

Jasper konzentriertSebi manchmal überpowertTobi variantenreich und zuverlässigüber 2m müssen untergebracht werden

Überraschende Paarungen in den A-Finals
Einige Zuschauer, die am Sonntag zu den Endspielen auf der Anlage erschienen waren, staunten nicht schlecht, als keines der Favoriten-Doppel im Endspiel zu sehen war. Dafür wurden sie mit zwei interessanten Spielen belohnt. Auf Platz 2 kämpften Sven/Hermann und Johannes/Uli zumindest um den letzten Platz auf dem "Stockerl", aber auch bei diesem Spiel brachte der "umgedrehte" Partnerlook für Johannes und Uli nicht den erhofften Erfolg. Sven und Hermann zogen ihr Spiel an diesem Tag durch und gewannen den dritten Platz sicher mit 6:4 und 6:3. Auf dem Centercourt wurde noch verbissener und mit enormem Einsatz gekämpft. Meist hatten Jacob und Jasper auf die manchenmal harten, manchmal raffiniert gesetzten Bälle ihrer Gegner die bessere Antwort und sie gewannen den ersten Satz 6:3. Im zweiten motivierten sich dann Sebi und Tobi und machten nicht mehr ganz so viele Fehler. Das Ergebnis war ein Satzgewinn (ebenfalls 6:3) für sie und somit musste der dritte Satz entscheiden. Sebi und Tobi kämpften aufopfernd, aber die Voss-Brüder hatten oft die bessere Antwort parat. Offenbar tragen ihr Trainingsfleiß und die viele Matchpraxis Früchte. Insbesondere bei Jacob waren die früher aufgetretenen psychischen Schwächen nicht mehr zu bemerken. Und Jasper spielt sofort wieder konzentriert, auch wenn ihm noch vor wenigen Momenten der Schläger "aus der Hand gefallen" war. Jedenfalls boten sie eine runde Vorstellung, holten sich den dritten Satz mit 6:4 und wurden neuer Doppel-Clubmeister.

Anschließend führte Sportwart Hermann Kienle gleich die Siegerehrungen für die Meisterschaften im Mixed, Einzel und Doppel durch. Immer, wenn er selbst geehrt werden sollte, sprang Hermann Hoffmann ein. Er erinnerte auch an das letzte Hobby-Turnier der Saison, das am 14. Oktober auf der Clubanlage stattfindet und bedankte sich im Namen aller Beteiligten bei Hermann Kienle für sein Engagement bei den sportlichen Veranstaltungen.

Hermann: Wahre Größe neben den neuen ClubmeisternTitel verteidigt: Steffi und Siegi
PokalflutAlle haben gewonnen!

Ergebnisse DamenDoppel
Ergebnisse HerrenDoppel



Letzte Änderung: 31. September 2007