Finanzierung
über die Loser-Kasse
Für jedes verlorene Punktspiel-Match müssen die Spieler der
Seniorenmannschaft einen bestimmten Betrag in die sogenannte „Loser-(Verlierer-)Kasse"
bezahlen. Das sind die freiwillig auferlegten Regeln der H50-Mannschaft.
Und da – wie allgemein bekannt ist – zwar hervorragendes Tennis
gespielt wird, aber in der Vergangenheit eher selten gewonnen wurde, hat
sich die Loser-Kasse in der Zwischenzeit ganz schön gefüllt.
In den vergangenen Jahren konnten wir uns so feudale Essen in div. Restaurants
leisten.
Heuer sollten auf Vorschlag von Hermann Hoffmann auch
die Spielerfrauen mit eingeladen werden, denn die versorgen uns ja bei
Heimspielen mit Kuchen und belegten Broten und müssen schließlich
auch jede Saison einige Samstage auf ihre (Haus- und Gartenarbeit leistenden)
Ehegatten verzichten. Hermann konnte sogar Siegi Kienle gewinnen, den
Abend kulinarisch zu gestalten.
Alle Spieler mit Frauen
So war es auch nicht verwunderlich, dass sich fast alle Spieler nebst
Gattinnen mehr oder weniger termingerecht im Vereinsheim einfanden, wo
sie eine wunderschön dekorierte Tafel vorfanden, die Siegi unter
anderem mit Tulpen und Tennisbällen geschmückt hatte. Auf der
bereitgestellten Speisekarte konnten die Gäste dann schon mal lesen,
was ihnen bevorstand:
Gebeizter Saibling mit Apfel-Sellerie-Salat, Gemüsenockerl in Kraftbrühe
und Schweinefilet in Rotweinmaronensoße mit Kartoffel-Lauch-Pastete.
Natürlich geht es bei den Senioren nicht ohne Nachtisch, wofür
Siegi Quarkschaumcreme auf beschwipsten Früchten oder eine Käseplatte
vorgesehen hatte. Verschiedene Weine, ganz nach Gusto der Gäste,
wurden dazu kredenzt.
Integration der Neuen
Hermann Hoffmann begrüßte die Spieler und die Spielerfrauen,
hieß die neu in die Mannschaft gekommenen Mitglieder Sigi Heyne
und Hans Schulz willkommen und bedankte sich bei Siegi Kienle für
die Mühe, die sie sich gemacht hatte. Auch Mannschaftsführer
Günter Bund überreichte Siegi einen Strauß Blumen als
kleines Dankeschön und man ließ die Küchenchefin mit dem
ersten Glas Wein hochleben.
Durch die Unterstützung einiger Spielerfrauen
kam ein Gang nach dem anderen zügig auf die Tafel und die etwa 25
Personen ließen es sich begeistert schmecken. Nach einer Weile waren
alle Teilnehmer angenehm gesättigt und konnten sich der Kommunikation
verschiedenster Themen widmen. Manch ein Thema wurde so lebhaft diskutiert,
dass schon mal ein Glas Rotwein umfiel und eine Tischdecke ruinierte.
Hermann organisiert "Sondertraining"
Auf diese Weise bekamen die für die nächste Saison neu gewonnenen
Mannschaftsmitglieder schon mal einen Eindruck, was sie ab Mai erwartet.
Die Spieler setzten sich später noch in separater Runde zusammen
und sprachen über Aufstellungsmöglichkeiten, Rankinglisten,
Doppelpaarungen und Trainingsmöglichkeiten. Hermann Hoffmann verkündete,
dass er für die nächsten Samstage wieder ein Hallentraining
organisiert hat, bei dem insbesondere die Harmonie von Doppeln getestet
werden kann. Dann musste noch ein neuer Mannschaftsführer gewählt
werden und nach einigem Hin und Her erklärte sich schließlich
Sigi Baumüller bereit, diese Aufgabe zu übernehmen.
Je später der Abend wurde, desto rosiger schienen
die Chancen unserer verstärkt antretenden Mannschaft in der nächsten
Saison auszusehen. Hoffentlich werden wir dann auf dem Platz nicht ernüchtert.
„Schau’n mer einfach mal“. |