Gute Ideen müssen unterstützt werden, besonders wenn es sich
um die Integration von Kindern in das Vereinsleben handelt. So blieb
Dragan Belonics Aufruf zu einem Tennisspiel speziell mit Kindern nicht
ungehört. Spontan erklärten sich 10 Erwachsene bereit, bei
einem kleinen Turnier mitzumachen, bei dem immer ein Kind mit einem
Erwachsenen spielt und sich dabei taktische und spielerische Anregungen
mitnimmt. Hermann Hoffmann unterstützte Dragan bei der Durchführung,
loste den Kindern die Partner zu und legte Modus und Platzbelegung fest.
Glückslos Uli
Schon bei der Auslosung gab es leuchtende Augen, wenn ihnen z.B. Uli
Kutscher zugelost wurde. Das Spiel war damit praktisch schon gewonnen.
Allerdings musste man auch beim Siegen vorsichtig zu Werke gehen, denn
Hermann hatte bei neun gewonnenen Spielen pro Partie eine "Sperre"
eingebaut. Alle Spiele über neun zählten nämlich automatisch
für den Gegner. So war man gezwungen, auch schwächere Spieler
mitkommen zu lassen.
Rücksichtnahme erforderlich
Natürlich mussten die Erwachsenen ihre Spielweise etwas anpassen,
aber manchmal rutschte einem der Schläger schon aus. Dann wurde
der "missglückte" Schlag zur Erklärung einer taktischen
Situation genutzt: "Du musst immer longline zumachen" o.ä.
In der ersten Runde wurde im Kleinfeld mit Softbällen gespielt,
wo die Unterschiede eher gering ausfielen. Einige der Jugendlichen kamen
etwas später aus den Federn, aber Hermann gelang es trotzdem, sie
irgendwie noch ins Turniergeschehen einzubauen.
Tamara Rixen gewinnt
Während die Erwachsenen nur "Mittel zum Zweck" waren,
wurden die Ergebnisse aus vier Spielrunden für die Kinder und Jugendlichen
ausgewertet. Bei einer improvisierten Siegerehrung verkündete Hermann
die Sieger und Platzierten. Mit 7:1 Punkten hatte Tamara Rixen klar
die Nase vorn, gefolgt von Laura, Verena, Stefan, Melanie, Kevin, Anna,
Judith, Julia und Christina. Für das Ergebnis war natürlich
entscheidend, mit welchen Erwachsenen man zusammengelost worden war
und gegen wen man hatte spielten müssen. Aber die Ergebnisse waren
eher zweitrangig. Am wichtigsten war der Spaß, den zweifellos
alle Beteiligten hatten, und eine Vertiefung des Miteinanders von Kindern,
Jugend und der älteren Generation von Tennisspielern in unserem
Club. Dragan bedankte sich bei allen, die mitgemacht hatten und kündigte
eine Wiederholung der gelungenen Veranstaltung an.