Hermann Hoffmann als "Maître de
plaisir" konnte auf der Merchinger Tennisanlage bei herrlichem
Sommerwetter je zwölf Tennisspieler der Zielgruppe Ü40 aus
Mering und Merching zum Freundschaftstreffen begrüßen. Auch
das Endergebnis des Tages konnte er gleich präsentieren –
Unentschieden, denn durch die Maßnahme, dass jeweils ein Meringer
mit einem Merchinger im Doppel gegen eine ebensolche gemischte Paarung
antritt, wird von vorn herein jeder orts- oder clubspezifische Ehrgeiz
verhindert. Das kommt vor allem den nicht ganz so spielstarken Spielern
zu Gute, auf die bei den Ballwechseln entsprechend Rücksicht genommen
wird. Hermann wünschte allen viel Spaß beim Tennisspielen
nach Herzenslust. Jürgen Brzank vom TC Mering bedankte sich für
die Einladung und präsentierte als Gastgeschenk einige Flaschen
Sekt sowie ein Sitzkissen einer Versicherungsgesellschaft für Hermann
mit der Aufschrift "reserviert". Dies war die Antwort zur
Sportmütze der Assekuranz-Konkurrenz, die Jürgen im letzten
Jahr von Hermann überreicht worden war. Jürgen sprach auch
gleich mal die Gegeneinladung für das nächste Jahr aus.
Garantiert manipulierte Aufstellung
Dann ging es auch schon auf die Plätze. Hermann hatte in Abstimmung
mit Jürgen die ersten beiden Runden bereits ausgelost – "garantiert
manipuliert", wie er versicherte. In der ersten Runde waren bewußt
schwächere mit stärkeren Spielern kombiniert worden, was eine
gewisse Rücksichtnahme erforderte. Für die stärkeren
Spieler war es in der Tat nicht leicht, auf die eine Seite einen einfachen,
weichen Ball zu spielen und auf die andere einen schnellen oder angeschnittenen.
Aber alle hatten ihren Spaß, auch die diejenigen, die die Matches
von der Terrasse aus beobachteten (und entsprechend kommentierten).
Spontane Verjüngung
Für die zweite Runde waren Damen- bzw. Herren-Doppel mit etwa gleichwertigen
Partnern und Gegnern vorgesehen und da ging es dann schon richtig zur
Sache. Kaum war dieser Durchgang beendet, warteten Kaffee und eine große
Auswahl von Kuchen auf ihren Verzehr. Dafür wurde eine angemessene
Pause eingelegt, in der alle tüchtig zulangten. Zu diesem Zeitpunkt
stießen auch Meringer und Merchinger Mitglieder hinzu, die aus
unterschiedlichen Gründen derzeit nicht Tennis spielen können,
aber dennoch dabei sein wollten. Auch junge Tennisspieler fanden sich
ein, die von Hermann spontan zum Mitspielen eingeladen wurden. Dadurch
stieg die durchschnittliche Ballgeschwindigkeit beträchtlich, während
der der Altersdurchschnitt eklatant sank, was der Stimmung nicht schadete
– im Gegenteil.
Wunschkonzert
Für die letzte Runde gab's – wie es Hermann formulierte –
ein "Wunschkonzert", bei dem sich Wunschpartner und -gegner
zusammenfanden und nach Herzenslust Tennis spielten. So manche Paarung
musste mehrfach aufgefordert werden, doch zum Essen zu kommen, das für
19:00 Uhr auf dem Programm stand. Siegi Kienle hatte ihre "Lasagne
speciale" auf drei großen Blechen zubereitet und hatte Angst,
dass die oberen Teigblätter zu hart werden, wenn sie noch lange
heiß gehalten werden musste. Kurz nach halb acht waren dann alle
Spieler frisch geduscht und Siegi konnte mit Hilfe von Nadine, Renate,
Ingrid H. und Ingrid B. servieren. Nachdem ein paar Leute mehr als geplant
beim Essen dabei waren, gingen Lasagne und Salate weg wie "warme
Semmeln" und nach einigen Nachschlägen war alles "ratzeputz"
aufgegessen. Die Gäste waren des Lobes voll bezüglich der
Kochkünste unserer Siegi Kienle. Hermann bedankte sich entsprechend
bei Siegi und ihrem Team und überreichte ihr ein Blumengesteck.
Sauberkeit fällt auf
Auch Renate konnte ein solches in Empfang nehmen, weil sie Hermann beim
Herrichten der Anlage unterstützt hatte. Hermann hatte noch den
ganzen Vormittag auf dem Platz verbracht, um höchstpersönlich
Laub und Moos zu entfernen. Das war den Gästen übrigens aufgefallen,
die mehrfach die Sauberkeit auf der Anlage und im Vereinsheim ansprachen.
Das Endergebnis des Treffens wurde übrigens mit 195:195 errechnet
– wie vorausgesagt ein glasklares Unentschieden.
Prosecco für Meringer KJM-Unterstützung
Dann ließ Hermann ein paar Flaschen Prosecco köpfen, um sich
im Namen des TC Merching bei den Meringern nochmals für die selbstlose
Unterstützung bei den Jugend-Kreismeisterschaften zu bedanken,
wo der TC Mering bis zu acht Plätze zur Verfügung gestellt
hatte. Dies hatte den Spielbetrieb in Mering natürlich stark beeinträchtigt.
Hans Besler bedankte sich für die Meringer und bezeichnete dies
als selbstverständliche Nachbarschaftshilfe, die jederzeit wieder
in Anspruch genommen werden könnte. Damit begann der gemütliche
Teil des Freundschaftstreffens, in dessen Verlauf u.a. nicht wenige
Flaschen Rotwein konsumiert wurden und ganz viel geratscht wurde. Irgend
jemand zerrte die alten Ausgaben der "Clubnachrichten" hervor,
in denen über die ersten Treffen der beiden Vereine berichtet worden
war, und die gut 20 Jahre alten Fotos verursachten so manches fröhliche
Gelächter.
Unentschieden auf der ganzen
Linie
Helmut Schuierer zählte zwischendurch immer wieder die Meringer
und Merchinger Anwesenden durch, um zumindest einen Anwesenheitsvorteil
für Mering festzustellen, aber fast immer gab es ein Patt. Das
letzte Mal wurde kurz nach Mitternacht Bilanz gemacht. Das Ergebnis
– wie kann es anders sein – ein Unentschieden: sechs Meringer
und sechs Merchinger Teilnehmer saßen noch fröhlich beieinander.
So endete das Freundschaftstreffen äußerst harmonisch und
es gab eigentlich nur einen Sieger – das gute nachbarliche Verhältnis
der Meringer und Merchinger Tennissportler.