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Vor vielen Jahren wurde das Preisschafkopfen
beim TC Merching eingeführt – nicht nur, um die tennisarme
Zeit zu überbrücken, sondern auch, um Akzeptanz für das
Tennis und den Verein in der Gemeinde zu verbreitern. Dies ist seit langem
gelungen, aber an der liebgewonnenen Gewohnheit hält man bis heute
fest.
8 Partien
So fanden sich auch heuer wieder genügend Gäste
und Clubmitglieder im Vereinsheim ein, um immerhin acht Tische zu füllen.
Es waren viele bekannte Gesichter aus Merching und Umgebung darunter,
die sich den netten Abend und die Chance auf einen Geld- oder Sachgewinn
nicht entgehen lassen wollten. Die Turnierleitung übernahm der 2.
Vorsitzende des TC Merching, Rudi Gerstberger. Er wurde unterstützt
durch den Jugendtrainer Uli Kutscher.
Vier Damen
Dass Schafkopfen kein ausschließliches Männerspiel ist, sieht
man daran, dass sich unter den über 30 Teilnehmern immerhin vier
Frauen befanden. Und dass sich Tennis und Schafkopf nicht ausschließen,
beweist die Teilnahme von sechs Tennisclub-Mitgliedern.
3 "Tout"
Kaum hatte Rudi Gerstberger die Partien freigegeben, da gingen die Teilnehmer
routiniert und unaufgeregt zur Sache. Ab und zu wurde ein frisches Bier
geordert, das Siegi Kienle auch prompt bereitstellte. Es gab keine besonderen
Ereignisse, nur dreimal wurde die Turnierleitung an einen Tisch gebeten.
Denn dreimal hatten Spieler ein derart gutes Blatt auf die Hand bekommen,
dass sie alle Stiche eines Spiels einstreichen konnten. Und das muss regelgemäß
vor Spielbeginn bei der Turnierleitung angemeldet werden ("Tout"
= franz. "alles").
118 "Miese"
Neben aller Taktik und Spielkunst braucht man eben auch Glück, um
ein Turnier zu gewinnen. Ohne eine gute Kartenkombination ist der beste
Stratege chancenlos. Einige der nicht gerade mit Kartenglück begünstigten
Spieler setzten einfach alles "auf eine Karte", aber das Risiko
wurde nicht belohnt. Nur so ist es zu verstehen, dass es Teilnehmer gab,
die am Ende mit 118 "Miesen" dastanden. Auf
der anderen Seite horteten Spieler mit guten Karten und versierter Spielweise
Punkt für Punkt und die Besten hatten am Ende zwischen 50 und 70
"Gute" aufzuweisen.
Sach- und
Geldpreise
Ihnen konnte Rudi Gerstberger bei der Siegerehrung dann die Geldpreise
zwischen zwanzig und sechzig Euro überreichen. Die beste Dame (Fr.
Mayr) kam auf den vierten Platz und das beste Tennisclubmitglied (Bernhard
Vogl) landete immerhin auf dem elften Platz. Auch Hermann Kienle, der
das Turnier wie Bernhard Vogl schon mal gewonnen hat, musste mit einem
13. Platz zufrieden sein und konstatierte emotionslos, dass es eben nicht
immer optimal laufen könne. Wie alle anderen Spieler auf den Rängen
konnten sie von Rudi Gerstberger und Uli Kutscher praktische Sachpreise
entgegennehmen und so musste keiner mit leeren Händen nach Hause
gehen. Wie es in der Geldbörse aussah, entschied sich beim anschließenden
freien Karteln, wo die Tarife individuell vereinbart wurden. Einige wollten
sich auch da nicht geschlagen geben, denn um Mitternacht wurde noch an
einigen Tischen hart "geklopft". Die Turniersieger Hartl (1.),
Gottstein (2.) und Dellinger (3.) aber hatten ihr "Schäfchen"
schon im Trockenen. Herzlichen
Glückwunsch!
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