Seniorenmeisterschaften in drei Tagen durchgezogen


"Wer unverletzt durchkommt, steht auf dem Treppchen"
fast hat sich dieser Spruch auch heuer wieder bewahrheitet, weil immerhin zwei Spiele verletzungsbedingt ausfielen. Ironie des Schicksals – heuer traf es mit Hermann Hoffmann den Erfinder dieses Senioren-Mottos. Dieser trat trotzdem zu seinen Spielen an, hatte aber wegen seines Bewegungshandicaps keine reelle Chance auf einen Punktgewinn.

Sechs Teilnehmer in zwei Gruppen
Urlaubsbedingt kamen nur sechs Teilnehmer zusammen, da bot es sich an, in zwei Gruppen zu spielen. Hermann Hoffmann, der von Sportwart Hermann Kienle gebeten worden war, sich wegen seiner Abwesenheit um die Durchführung der Seniorenmeisterschaften zu kümmern, setzte Hans Schulz und Sigi Baumüller in jeweils einer Gruppe und loste die anderen Teilnehmer hinzu. Zu Hans gesellten sich so Toni Geigl und Wolfgang Rixen und zu Sigi Günter Bund sowie Hermann Hoffmann. Die Gegner hatte drei Tage Zeit, die Gruppenspiele zu einem genehmen Termin zu absolvieren.

Sigi wurde es leicht gemacht
In Gruppe 1 setzte sich Hans Schulz mit seinen druckvollen, langen Bällen erwartungsgemäß klar durch. Er gewann seine Spiele mit 6:2, 6:1 gegen Toni Geigl und noch klarer gegen Wolfgang Rixen mit 6:1, 6:1. Toni wiederum ließ Wolfgang keine Chance und sicherte sich beim 6:2 und 6:0 die Punkte.
Sigi wurde es in der zunächst vermeintlich schwierigeren Gruppe relativ leicht gemacht. Zunächst spielten Günter Bund und Hermann Hoffmann, der leicht angeschlagen ins Rennen ging, ihre Partie, deren erster Satz ganz knapp an Günter ging. Da die Verletzung Hermann immer stärker handicapte, musste er den zweiten Satz ebenfalls Günter überlassen (6:3). Hermann trat dann noch gegen Sigi an, aber nach einem unglücklichen Schlag war die Schmerzen so groß, dass er aufgeben musste. Sigi legte Wert auf die Feststellung, dass die Verletzung nicht durch einen seiner Stops erfolgte, auf die er weitgehend versuchte zu verzichten. Auch die zweite Partie gegen Günter kam verletzungsbedingt nicht zustande, so konnte sich Sigi ganz auf das Finale am Mittwoch konzentrieren.

Schenkten sich nichts - Hermann Hoffmann und Günter Bund

Zwei heiße Matches
Am Montag Vormittag wurden dann die Plätze eins und drei ausgespielt. Auf dem Court 2 schenkten sich Toni und Günter nichts und beide kämpften bei sengender Hitze um jeden Ball. Tonis "geschlenzte" Vorhand-Bälle kamen im ersten Satz grandios und er ließ Günter beim 6:3 keine Chance. Im zweiten Satz ließ dann seine Sicherheit nach und Günter fightete sich nach einem 1:4 noch auf 4:4 heran. Jetzt war es ein bisschen Glückssache, wer die entscheidenden Bälle ins Feld bringt. Das Quäntchen Glück war auf der Seite von Toni, der die beiden letzten hart umkämpften Spiele für sich punktete und den zweiten Satz mit 6:4 und den dritten Platz auf dem "Treppchen" gewann.

Druckvolle Bälle gegen Aufschlagtricks
Nebenan auf Court 1 im Endspiel um Platz 1 prallten zwei Spielweisen aufeinander. Manche Spiele gewann Hans mit druckvollen, langen Schlägen souverän "zu Null", während Sigi einige seiner Aufschlagspiele mit trickreich geschnittenem Service ebenfalls "zu Null" für sich buchen konnte. Dann häuften sich die Eigenfehler bei Hans und Sigi gewann den ersten Satz etwas glücklich mit 6:3. Auch im zweiten Satz holte Sigi gleich zwei Spiele, bis es dann Hans wieder gelang, lange Bälle derart in die Ecken zu platzieren, dass Sigi trotz guter Laufarbeit nicht mehr herankam. Vielleicht lag es ein bisschen an der großen Hitze, dass der "weniger Gewichtige" am Ende mehr Punkte sammeln konnte. Sigi gewann jedenfalls auch den zweiten Satz mit 6:2 und verteidigte damit seinen Clubmeistertitel aus dem Vorjahr erfolgreich. Für Hans blieb wieder der Vizemeistertitel.

Die Schlusstabelle:

1
Sigi Baumüller
2
Hans Schulz
3
Toni Geigl
4
Günter Bund
5
Wolfgang Rixen
6
Hermann Hoffmann (w.o.)

Auch wenn in beiden Endspielen bis zum letzten Ball gekämpft wurde, so stand doch der Spaß am Tennisspiel im Vordergrund, was das Siegerfoto ganz offensichtlich verdeutlicht.

Hans Schulz und Sigi Baumüller als fröhliche Endspielteilnehmer

 



Letzte Änderung: 15. August 2007