Unkraut jäten statt Tennis spielen

Es ist ja bekannt, wie schwierig es ist, Leute für Platzarbeiten zusammen zu bekommen. Die Diskussionen darüber animierte Siegi Kienle und einige Damen zu einem spontanen Arbeitseinsatz nach dem Motto: Jetzt zeigen wir's den Männern mal. Als Termin wurde einfach das wöchentliche Damen-Tennisdoppel am Mittwoch Morgen festgelegt – also Unkraut jäten statt Tennis spielen!

Gesagt – getan. Neben Siegi fanden sich Ingrid, Renate, Eva, Erika und Heidrun morgens um 8 Uhr am Platz ein. Und sie waren erstaunt, als sie auf Hermann Hoffmann trafen, der eine ähnliche Idee hatte (wie schon oft in dieser Saison) und schon fast zwei Stunden die Plätze bearbeitete, um die Löcher wegzubekommen. Eine Damengruppe machte sich sofort über das unerwünscht wuchernde Grün an den Platzrändern und auf den Steinumrandungen her. Eine andere bearbeitete den Grünbewuchs im Eingangsbereich. Als die zu lang gewordenen Zweige der niederen Hecke am Eingang umständlich abgezwickt werden mussten, bot Hermann an, seine Heckenschere zu holen. Kurze Zeit später kam er nicht nur mit einer Heckenschere zurück, sondern auch mit seiner Ingrid, die sich gleich zu den Damen gesellte und – obwohl Nichtmitglied! – sofort in das Unkrautvernichtungsgeschehen eingriff. Inzwischen war auch Sigi Baumüller dazugestoßen, um die Fotos für das Internet zu schießen. Die stark verschmutzten Steine brachten ihn auf die Idee, den Bereich vor Platz 3 mit dem Hochdruckreiniger zu bearbeiten. Schnell war der Kärcher geholt und schon wieder war ein Mitglied in die Verschönerungsarbeiten integriert, das das eigentlich gar nicht vorhatte.

Gegen 11 Uhr bei stark steigenden Temperaturen wurden die Aktivitäten dann abgeblasen, denn Kaffee und Butterbrezen warteten als Belohnung auf die einsatzfreudigen Clubmitglieder. Auch wenn manch eine(r) über Rückenschmerzen klagte, so war doch jeder gut drauf und freute sich am Einsatz und den sich nun makellos präsentierenden Tennisplätzen. Gemeinsam macht es halt mehr Spaß. Das sieht auch Hermann Hoffmann so, der schon oft ganz allein gewerkelt hat und der – wie er schmunzelnd nachrechnete – an diesem Tag theoretisch schon die Sollstunden für das Jahr 2012 anknabberte.

Dass nicht jeder so viel Zeit spendieren kann für die Arbeit im Club, das ist klar. Diese Aktion soll aber Anreiz sein für alle, die mal die eine oder andere Stunde erübrigen können, damit unsere Anlage sauber gehalten wird und man mit Freude an Punktspielen oder Hobbyturnieren teilnehmen kann. Jedenfalls herzlichen Dank an die initiativen Damen und Hermann Hoffmann – und natürlich auch an alle "unbemerkten" oder ungenannten Aktivisten.


Hermann mit Heckenscherenur nicht von den Tennis-Herren stören lassen!
genügend zu tun gibt es ja wieder makellose Plätze




Letzte Änderung: 23. Mai 2007