Auf den Tag genau am Sonntag
(12. Oktober) änderte sich das Wetter von einer zögerlichen
Nebelauflösung hin zum prächtigen "Kaiserwetter".
Also ließen es sich 22 Mitglieder die wahrscheinlich letzte
Möglichkeit in diesem Jahr zum gemeinsamen Tennisspielen im
Freien nicht nehmen und waren pünktlich um 11 Uhr auf der Anlage,
darunter einige Jugendliche, die ausnahmsweise keine Startgebühr
bezahlten mussten. Schriftführer Sigi Baumüller hatte
die Aufgabe übernommen, das Turnier durchzuführen und
er versuchte, etwas Besonderes zu bieten. Er nannte das Hobby-Turnier
"Banana-Cup", orderte im Vorfeld eine dekorative Bananenstaude
und überlegte sich einen neuen Modus.
Das mit der Bananenstaude klappte –
obwohl vom Obstgroßhändler versprochen – im letzten
Moment doch nicht. Offenbar war der Transport ohne Beschädigung
der Einzelfrüchte zu kompliziert. So wurden kurzerhand jeweils
fünf bis sieben aneinanderhängende Bananen unter dem Terrassenschirm
drapiert, so dass es am Ende fast so aussah, als wären die
Früchte dort gewachsen.
Das Neue am Spielsystem war die Einteilung
in zwei Teams, die Grünen und die Gelben (schließlich
gibt es ja grüne und gelbe Bananen). In der Folge ihrer Anmeldung
wurden die Teilnehmer dem einen oder anderen Team zugeordnet. Dann
wählten die beiden Teams einen Mannschaftsführer, die
Gelben Hermann Hoffmann und die Grünen Albert Riedmann. Als
erstes durften die Gelben ihre Mitglieder nach Wunsch in die Spielliste
eintragen – Doppel oder Mixed. Die Grünen stellten entsprechende
Spieler dagegen und schon wurden die Partien halbstündig ausgespielt.
Um keinen Nachteil zu haben, trugen in der zweiten Runden zuerst
die Grünen ihre Spieler ein.
Es war natürlich Aufgabe der Mannschaftsführer,
so aufzustellen, dass ihr Team am Ende mehr Punkte als das gegnerische
auf dem Konto hat. Priorität aber hatte, dass sich die Spieler
im Team wohlfühlten, also dass sie weder unter- noch überfordert
waren und auch Wünsche äußern konnten. Das klappte
alles ausgezeichnet und es entwickelte sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen,
denn die zufällig gebildeten Mannschaften waren in Summe offenbar
fast gleich stark.
In der Mittagspause gab es eine ordentlich
Portion von Siegis Lasagne, was den neuerlichen Start in die nächsten
Runden nicht gerade erleichterte. Da nur 16 Spieler auf einmal spielen
können, hatten immer einige Clubmitglieder Pause, in der man
sich Kaffee und Kuchen widmen konnte. In diesem Zusammenhang vielen
Dank an die kuchenbackenden Damen.
Gegen 16:30 Uhr hatte war dann jeder
mindestens vier Mal zum Einsatz gekommen und es war Zeit, die Spiele
auszuwerten. Bei der kurzen Siegerehrung konnte Sigi von einem äußerst
knappen Ergebnis berichten. Unter Beifall ließ sich das grüne
Team als Sieger feiern, das zwar nur ein einziges Spiel mehr erzielt,
aber 4 Matches mehr auf dem Konto hatte. Da der Mannschaftsführer
der Grünen zeitig weg musste, delegierte Hermann Hoffmann die
Aufgabe der Bananenverteilung an Anna Ruf, die dann auch mit dem
großen Messer dem "Bananenbaum" an die Früchte
ging, die inzwischen alle richtig gelb geworden waren. Auch das
gelbe Team ging nicht leer aus und so endete der Saisonabschluss
äußerst harmonisch – und doch ein wenig wehmütig.

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