| Ausgiebig und mit vielen
„Highlights“ garniert wurde das 25-jährige Bestehen des
Vereins gefeiert. Dazu wurden Clubheim und Tennisgelände von den
Mitgliedern in vielen Arbeitsstunden hergerichtet und festlich mit Lufballons,
Farbbändern und Fahnen geschmückt. Zuvor waren bei einem Arbeitseinsatz
die Hecken und Büsche vor allem am Platz 1 zugeschnitten worden,
um einen freien Blick auf das Geschehen am Centercourt zu schaffen.
Kinder-Tennis-Olympiade
Am Samstag, 2.8., gehörte die Tennisanlage an der Unterberger Straße
zunächst den Kindern, die zu einer Tennis-Olympiade eingeladen waren,
bei der sie an mehreren Stationen Geschicklichkeits-Aufgaben zu bewältigen
hatten, die zwar immer etwas mit Tennis zu tun hatten, aber das Tennisspiel
selbst nicht voraussetzten. Zwischen 20 und 30 Kinder hatten viel Spaß
beim "Jonglieren" von Luftballons, die nicht auf den Boden fallen
durften oder beim Auffangen von Tennisbällen mit einer Balldose.
Auch einfache Übungen mit dem Tennisschläger und Konditionsprüfungen
gehörten zu den Aufgaben, die mit Begeisterung absolviert wurden.
Heidrun Rebitzer, Uli Kutscher, Alexander Sprang und Hermann Kienle hatten
sich die Übungen ausgedacht und leiteten auch jeweils eine Aktivität.
Ein Dickmann's kommt geflogen
Der Gag war die Schokokuss-Schleudermaschine, die nach einem gezielten
Wurf mit einem Tennisball einen Mini-Schokokuss in Richtung des Werfers
schleuderte, der diesen dann möglichst mit dem Mund auffangen musste.
Die Einzelergebnisse an den verschiedenen Stationen
wurden notiert und so gab es am Ende auch begeisterte Gewinner, die aus
der Hand von Jugendwartin Heidrun Rebitzer neben Urkunden allerlei Preise
mit nach Hause nehmen durften. Die erste Veranstaltung war schon mal gut
über die Bühne gegangen – und das bei herrlichem Wetter.
Abendgala mit Ehrengästen aus Sport und
Politik
Dann arbeiteten die vielen Helfer des Vereins fieberhaft im Clubheim,
denn schon um 18:00 Uhr begann die offizielle Jubiläumsfeier. Dazu
hatte Michael Schweinberger neben Landrat und Bürgermeister die Vorsitzenden
der befreundeten Tennisvereine und der Tennisgemeinschaft Aichach-Friedberg
sowie alle Gründungsmitglieder, die heute noch aktiv sind, als Ehrengäste
eingeladen. Fast alle Eingeladenen sagten für diese Veranstaltung
zu und so mussten auf der Terrasse kurzfristig Zelte angebaut werden,
um genügend regensichere Sitzplätze zu schaffen. Michael Schweinberger
konnte schließlich im liebevoll geschmückten Clubheim über
70 Gäste mit einem Glas Sekt begrüßen und zum Festmahl
einladen, dessen Ablauf Vereinsheimwartin Sieglinde Kienle mit viel Geschick
steuerte.
Spanferkel de luxe
Da eine solche Anzahl von Essen in der kleinen Küche nicht mehr selbst
zubereitet werden konnte, wurde ein Catering-Dienstleister beauftragt,
der ein hervorragend zubereitetes Spanferkel präsentierte. Drei Bedienungen
sorgten für eine reibungslose Verteilung der Essen ohne Ansteh-Schlangen
und Gedränge. Für den Nachtisch hatte Siegi Kienle mit Hilfe
ihrer Tennisdamen selbst gesorgt – wer sonst könnte das besser
machen?
Festrede
Dann hielt Michael Schweinberger die Festrede, in der er die ehrenamtlichen
Leistungen der Mitglieder und aller bisheriger Vorstände besonders
hervorhob. Er ließ auch die Meilensteine der Vereinsgeschichte Revue
passieren: 1983 wurde der Verein gegründet, 1984 die ersten beiden
Tennisplätze gebaut, 1985 zwei weitere hinzugefügt und ein Kinderspielplatz
gebaut. Als Unterkunft diente zunächst ein Bauwagen, später
eine Bauhütte und 1990 konnte der erste Spatenstich für das
heutige moderne Clubheim getan werden, in das die Vereinsmitglieder viele
Tausend Arbeitsstunden investiert hatten und das 1994 offiziell eingeweiht
wurde. Michael Schweinberger erinnerte an die Jahre 1993, 2000 und 2007,
wo der TC Merching jeweils die Kreismeisterschaften der Jugend erfolgreich
durchführte.
Grußworte
Kreisrätin Irmgard Singer-Prochazka, die den Landrat vertrat, dankte
dem TC Merching in ihrem Grußwort für die gute Arbeit im Breitensport
und wünschte ihm weiterhin eine glückliche Hand. Auch Merchings
Bürgermeister Martin Walch, der als Gründungsmitglied des Vereins
und mehrfacher Clubmeister eine enge Bindung an die Mitglieder hat, bedankte
sich besonders für die Jugendarbeit in der Gemeinde und überreichte
zu deren Unterstützung einen Scheck. Harald Rinderhagen sprach als
Vorsitzender des TC Kissing seine Glückwünsche aus und übergab
einen Lorbeerbaum als Symbol für die guten nachbarlichen Beziehungen.
Margret Krupna und Dr. Peter Kratzer vom TC Mering hatten dies bereits
mit einer Spende für die Jugend des TC Merching zum Ausdruck gebracht.
Harald Rinderhagen überbrachte auch den Dank und die Glückwünsche
der Tennisgemeinschaft Aichach-Friedberg, deren zweiter Vorsitzender er
derzeit ist.
Ehrung der Gründungsmitglieder
Anschließend ließen es sich Irmgard Singer-Prochazka und Martin
Walch nicht nehmen, jedem noch aktiven Gründungsmitglied persönlich
die Hand zu drücken und einen Blumenstrauß oder eine Flasche
Wein zu überreichen, was für beide als Clubmitglieder unter
Freunden eine freudige und lockere Aufgabe darstellte. Geehrt wurden Ingrid
und Sigi Baumüller, Maria und Leo Blank, Renate und Günter Bund,
Gerda Diepold, Astrid und Wolfgang Gnüchtel, Berti und Hermann Grad,
Siegfried Heichele, Ernst Karl, Sieglinde und Hermann Kienle, Hermann
Kienle jun., Heidrun Rebitzer, Astrid, Peter, Fabian und Florian Richter,
Walter Thrul sowie Engelbert Wolferstetter.
Rückblick in Multimedia
In einer Multimedia-Show wurden die Meilensteine der letzten 25 Jahre
auf Großleinwand präsentiert. Es gab viel Gelächter beim
Anblick der heutigen Erwachsenen als Kinder und Jugendliche, aber auch
nachdenkliche Momente, wenn Personen gezeigt wurden, die bereits verstorben
sind. Die bunte Mischung von Schwarz-Weiß-Fotos, Farbdias, Video-Schnipsel
bis hin zu den heutigen Digitalfotos zeigte gleichzeitig, dass der Verein
schon einen langen Zeitabschnitt mit vielen Medienwechseln durchlebt hat.
Sigi Baumüller bemerkte eingangs, dass die Auswahl der Motive aus
über Zehntausend Fotos und vielen Stunden Video nicht schwierig war,
dafür umso mehr die Begrenzung der Show auf eine angemessene Länge
von etwa 45 Minuten. Noch am Abend vorher wurde um ein Viertel gekürzt,
obwohl Heidrun Rebitzer die Show mit 20 Seiten Manuskripttext bereits
synchronisiert hatte. Sigi bedankte sich bei dieser Gelegenheit bei Heidrun
für die professionelle Durchführung dieser anspruchsvollen Aufgabe.
Er stellte in Aussicht, auf Wunsch im kleinen Rahmen auch die lange Version
der Show zu zeigen.
Gemütlicher Teil oben ...
Der Rest des Abends wurde bei anregenden Unterhaltungen im Gastraum oder
bei großer Disco-Lautstärke in der Bar im Untergeschoss verbracht
– ganz nach Belieben. Auch unter den beleuchteten Zeltdächern
auf der Terrasse saßen Grüppchen zusammen und sprachen (meist)
über die Anfangszeiten des Vereins, wo alle zusammenhalfen, um die
heutige Tennisanlage zu schaffen. Gefragte Gesprächspartner waren
nicht nur Bürgermeister Martin Walch und Kreisrätin Irmgard
Singer-Prochazka, auch die Vorsitzenden und Gäste aus den befreundeten
Vereinen waren in viele anregende Gespräche einbezogen, wie Ida und
Helmut Schuierer, die selbst in der Anfangsphase des Clubs wertvolle Aufbauarbeit
geleistet hatten, oder Georg Schneider, der durch das großzügige
Überlassen von Plätzen bei Großveranstaltung den Grundstein
für das ausgezeichnete nachbarschaftliche Verhältnis der Vereine
in Mering und Merching gelegt hatte. Viel Freude herrschte auch über
die Anwesenheit von Gerda Diepold, die Gattin des Gründungsvorsitzenden
Werner Diepold.
... Disco und Barbetrieb unten
In der Disco-Bar tummelten sich zunächst die jungen Besucher und
konsumierten die von Hermann Kienle jun., Uli Kutscher, Sebastian Grad
und Tobias Paa zubereiteten Cocktails. Je später der Abend, desto
älter die Gäste – so schien das erstaunliche Motto zu
lauten, denn nach Mitternacht legten sogar die Oldies eine kesse Sohle
zum inzwischen etwas eingängiger gewordenen Musikprogramm in der
kleinen Bar auf's "Parkett". Auch das etwas nervige Disco-Effektlicht
war nach einigen "Touchdown"-Cocktails plötzlich kein Problem
mehr. Man sah u.a. Birgit Voss, Rudi Gerstberger, Michael Schweinberger,
Bürgermeister Martin Walch und Claudia Paa völlig entspannt
der rhythmischen Bewegung frönen. Erika und Wolfgang Kuhnert tanzten
auf dem Vorplatz in perfektem Stil und bei "Satisfaction" ging
Franz Paa vollends aus sich heraus. Als eine der letzten Tänzer verließen
Heidrun Rebitzer und Fabian Richter die feucht-heißen Räume
im Kellergeschoß des Clubheims gegen fünf Uhr früh.
Weißwurstessen mit Bundesliga-Flair
Am Sonntag Vormittag waren die Gäste schon gegen 10:00 Uhr zum Weißwurst-Frühstück
auf die Clubheim-Terrasse eingeladen. Durch freundschaftliche Beziehungen
zum TC Augsburg war es möglich geworden, ein Bundesliga-Mixed der
Extraklasse in Merching zu präsentieren. Uwe Nothnagel, Manager des
TCA, organisierte den Auftritt von Laura Dell’Angelo, mehrfache
Italienische Meisterin und Deutsche Jugendmeisterin, Caroline Nothnagel,
mehrfache Bayerische Jugendmeisterin, Marcel Zimmermann als aktueller
Bayerischer Meister im Einzel und im Mixed und Andre Wiesler aus Wiesbaden,
der wie Zimmenmann für Großhesselohe in der Bundesliga spielt.
Sie waren ohne Zweifel das Highlight der Jubiläumsfeier. Die vier
Bundesliga-Profis verstanden es, knallhartes Tennis zu demonstrieren,
aber auch Show-Elemente einzubringen, so dass die vielen Zuschauer rasante
Ballwechsel mit vielen Stationen verfolgen konnten. Staunend konnten sie
feststellen, dass für normale Spieler unerreichbare Bälle von
den Spitzenkönnern noch erreicht und immer wieder gezielt zurückgespielt
werden können. Was im internationalen Circuit meist schiefgeht, schaffte
Marcel Zimmermann zum Vergnügen und Erstaunen der Zuschauer auf eindrucksvolle
Weise: Er spielte einen nicht mehr anders zu erreichenden Ball rückwärts
durch die Beine, dieser passierte das Netz wie "ein Strich"
und der Ballwechsel ging mit voller Härte weiter. Auf jeden Fall
erhielten die sympathischen Spieler, denen der Showkampf vor fachkundigem
Publikum offensichtlich auch selbst viel Spaß machte, anhaltenden,
begeisterten Applaus und es klingelte in der Spendenkasse, denn die Profis
hatten zugunsten des Kinderhospiz Bad Grönebach gespielt. Auf diesem
Wege nochmals herzlichen Dank an die Spitzenspieler sowie Uwe Nothnagel,
ohne den dieses unvergessene Highlight nicht zustande gekommen wäre.
Danke auch an Vittorio, der als lockerer Schiedsrichter fungierte.
Cooles Prominenten-Nostalgie-Spiel
Beifall verdienten sich auch die Herren des Prominenten-Nostalgie-Doppels,
die die schwierige Aufgabe hatten, sich nach den Profis auf dem Platz
zu präsentieren. Beinahe wäre dieser Programmpunkt ins Wasser
gefallen, denn ausgerechnet Bürgermeister Martin Walch als ehemaliger
Clubmeister verletzte sich wenige Tage vorher beim letzten (und einzigen)
Training und konnte beim besten Willen nicht antreten. Er ließ seine
Clubkameraden aber nicht hängen und kletterte auf den Schiedsrichterstuhl,
um die Partie zu leiten. Dort spielten Gerhard Schäffler und Hermann
Grad gegen Franz Paa und Georg Schneider vom TC Mering, der sich nicht
lange bitten ließ und für Martin Walch einsprang. Klar, dass
man noch etwas verwöhnt war von den Bundesliga-Spielern, aber sowohl
die Zuschauer als auch die ehemaligen Spitzenspieler hatten großen
Spaß am immer noch recht flotten Spiel. Martin Walch überzeugte
als Schiedsrichter und mit entsprechenden Kommentaren. Gegen halb Eins
war die Partie dann zu Ende und die Oldies erhielten ehrlichen Applaus.
Offenes Gaudi-Turnier für alle
Als letzter Punkt der Feierlichkeiten war ein offenes Gaudi-Turnier mit
Gästen angesagt, das im Stile eines Schleifchen-Turniers durchgeführt
wurde. Es galt, möglichst viele Anstecker von den unterlegenen Gegnern
zu sammeln. Sportwart Hermann Kienle ließ die ausgelosten Paarungen
jeweils nur eine halbe Stunde spielen, damit möglichst viele Wechsel
zustande kamen. Auf diese Weise wurden im Rahmen der Feierlichkeiten einige
Freundschaften vertieft oder neue geschlossen. Keine Überrraschung
stellten die Sieger des Turniers dar: Bei den Damen siegte die amtierende
Kreismeisterin Franziska Schweyer und bei den Herren die Nummer Eins der
Herrenmannschaft, Uli Kutscher. Sportwart Hermann Kienle konnte ihnen
gratulieren und praktische Preise überreichen.
Spät am Nachmittag verabschiedete der 1. Vorsitzender
Michael Schweinberger die Gäste und bedankte sich bei den ehrenamtlichen
Helfern des TC Merching, die mit ihrem Einsatz eine rundum gelungene Jubiläumsfeier
möglich gemacht haben, die bestimmt nicht in Vergessenheit geraten
wird.
  
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