Viele Kinder und Jugendlichen des TC Merching waren wieder mit Begeisterung
dabei, als zum Ferienbeginn – wie schon die letzten Jahre –
das Merchinger Tenniscamp stattfand. Neben den meist aus dem Merchinger
Tennisclub stammenden Teilnehmern waren auch einige Meringer und andere
Auswärtige bei dem nicht nur für "Profis" gedachten
Trainingscamp dabei, unter anderem Feriengäste von Clubmitgliedern.
So kamen 25 Teilnehmer zusammen, die für drei
Tage trainiert, unterhalten und verpflegt werden wollten. Heidrun Rebitzer
als Jugendwartin und Uli Kutscher als sportlicher Leiter sorgten für
kompetente Trainerunterstützung – Alexander Sprang, Marlene
Chemin und Simone Kutz. So war je ein Betreuer für die verschiedenen
Alters- und Könnenstufen vorhanden.
Begonnen wurde mit spielerischen Übungen, die
aber tennisspezifische Fähigkeiten trainieren helfen. Dass die
Kinder und Jugendlichen dabei viel Spaß haben können, zeigt
das Tennishockey, von dem sie gar nicht genug kriegen konnten. Dann
gingen die Trainer langsam über zum Tennisspielen. Ausgefeilte
und auf die Könnenstufe abgestimmte Trainings, die die Teilnehmer
forderten, aber von ihnen auch bewältigt werden konnten, sorgten
dafür, dass niemand den Spaß verlor.
Wenn die Konzentration mal nachließ, riefen
Uli, Alexander, Marlene und Simone zum Tennis-Rundlauf, was immer mit
Begeisterung quittiert wurde. Einmal den Trainer beim Rundlauf aussteigen
lassen – das war das große Ziel. Und wenn das mal gelang,
dann feierten die Kinder lautstark.
Heidrun kümmerte sich mit Hilfe von Siegi Kienle
auch um das leibliche Wohl der Teilnehmer. Es gab Nudeln, Leberkäse
und einmal sogar Spanferkel. Damit genügend getrunken wird, war
neben der Essensverpflegung eine definierte Anzahl an Getränken
im Camppreis enthalten.
Traditionsgemäß gibt es am zweiten Tag
"Abendprogramm". Wer will, kann die Nacht auf dem Clubgelände
im Zelt verbringen. Es wird ein riesiges Lagerfeuer entfacht und Fred
Hoffmann sorgt als Grillmeister für leckere Würstchen und
Grillfleisch. So war das auch heuer wieder. Auch die Eltern der Tenniscamp-Kinder
waren zu diesem Abend eingeladen und sie kamen zahlreich, denn Grillen
bei herrlichem Wetter in freier Natur lässt sich kaum jemand entgehen.
Und dann konnte man sich auch gleich vergewissern, dass es dem Nachwuchs
bestens geht und er keine Integrationsprobleme hat.
Parallel zum Essen gab die Mädchenmannschaft
ein einstudiertes und auf "Tennis" umgemünztes Gesangsstück
zum Besten. Dazu musste die Lautsprecheranlage vom Wochenende aus dem
Disco-Keller zum Freisitz transportiert werden, was Kevin mit seinem
Fahrrad-Anhänger auch bereitwillig tat. Kaum hatten die Mädchen
ihren Beifall kassiert, da wurde schon das Lagerfeuer entzündet,
denn es wurde langsam dunkel. Fred schnitzte Hasenuss-Stangen, auf denen
die Kinder den vorbereiteten Brotteig befestigten und zum Lagerfeuer
eilten. Nicht alle schafften es, ein leckeres Stangenbrot ohne verkohlte
Stellen zu produzieren. Nachdem sich die Eltern langsam verabschiedeten,
rief Heidrun zu einer kleinen Fackellauf-Runde auf. Inzwischen hatte
Sigi im Vereinsheim die Technik so weit vorbereitet, dass mit der Video-Analyse
der nachmittags videografierten Schlagszenen begonnen werden konnte.
Jeder Schlag, der daneben ging, wurde von entsprechenden Kommentaren
begleitet.
Dann waren alle recht müde, aber im Gegensatz
zu den Trainern, die sich mit Red Bull über Wasser hielten, dachten
die Jugendlichen gar nicht daran, ins Bett bzw. Zelt zu gehen. Aber
etwa ab 1 Uhr bröckelten die Unermüdlichen doch langsam ab
und einer nach dem anderen kroch ins Zelt.
Am dritten Tag ging das Abschlussturnier planmäßig
über die Bühne. Aus Zeitgründen wurde es heuer als Doppel
gespielt. Jetzt legten sich alle noch mal richtig ins Zeug und es kamen
teilweise recht attraktive Spiele zustande. Gegen 15:00 Uhr rief man
zur Siegerehrung, die Alexander Sprang gekonnt durchführte. In
der Bambini-Gruppe gewannen Steffen Willauer und Felix Müller,
in der zweiten Gruppe setzten sich Kathrin Schweinberger und Felix Hartmann
durch und Sieger bei den "Profis" wurden ganz klar Andreas
Ludwig und Tobias Ruf. Diese durften als Gesamt-Gewinner noch einen
Satz gegen die Trainer spielen, wo sie gar nicht so schlecht aussahen
(auch wenn die Bälle von den Trainern möglichst lange im Spiel
gehalten wurden). Alle Teilnehmer erhielten Urkunden mit einem Gemeinschaftsfoto
und anschließend wurde es noch einmal recht spannend, denn Heidrun
Rebitzer rief die Teilnehmer gemäß ihres Abschneidens an
den Tisch, auf dem die Preise bereitlagen. Am begehrtesten waren die
Trainerstunden mit Alex oder Uli. Da hatten natürlich die Ersten
die besten Karten. Aber jeder fand etwas Passendes und so wurden die
Teilnehmer von den meist schon wartenden Eltern zufrieden mit nach Hause
genommen.
Dieses Tenniscamp war für die Kinder und Jugendliche
ein tolles Erlebnis und auch sportlich sind sie sicher wieder ein Stück
weiter gekommen. Danke an alle Verantwortlichen für ihren unermüdlichen
Einsatz!
Ein sehr
nettes Dankeschön erhielten Jugendwartin Heidrun Rebitzer und "Pressewart"
Sigi Baumüller für ihren Einsatz während der 3 Tenniscamp-Tage.
Uli Kutscher überreichte ihnen je ein T-Shirt mit einem Foto aller
Teilnehmer und einem entsprechenden Schriftzug.