Die
Freiluftsaison ist eröffnet
| Es lag sicher nicht an der Aschewolke des jüngsten Vulkanausbruchs, dass sich die Sonne manchmal hinter Dunst und Wolken versteckte, aber im Großen und Ganzen konnte man mit dem Wetter für das Auftakt-Turnier zufrieden sein. Wegen einer Fête im Vereinsheim sollte eigentlich der Freisitz auf "Platz 5" das Turnierzentrum sein, aber dann bat Siegi Kienle die über 30 (!) Gäste doch auf die Terrasse des Clubheims. Sigi Baumüller zeigte sich erfreut, dass so viele Teilnehmer gekommen waren und präsentierte ein Foto von vor 20 Jahren, als das Clubheim erst angedacht war und eine geliehene Bauhütte als Vereinsheim diente. Im weiteren Verlauf wurde viel spekuliert, wer die (damals) jungen Menschen auf dem Foto sein könnten, aber sie wurden alle identifiziert. Dann gab Sigi den weiteren Verlauf in die Hände des neuen Breitensportwarts Christian Burgardt.
Christian hatte sich intensiv auf sein erstes Turnier vorbereitet und erläuterte den geplanten Turnierverlauf dieses Tages. Er begann gleich mit einer "Damenwahl"-Mixed-Runde. Klar, dass die starken Spieler sofort "weg" waren und die Hälfte der Teilnehmer lachend und guten Mutes auf den zugedachten Plätzen verschwand. So Manche(r) wurde schon nach den ersten Spielzügen ruhiger, denn trotz bester Vorbereitung in der Halle lief es im Freien nicht so toll wie erwartet. Jetzt wollten Sonne, Wind und sogar jedes Sandhäufchen iregendwie "mitreden" und den geplanten Schlag vereiteln. So kamen teils recht unerwartete Ergebnisse zustande. Christian hatte die Spielintervalle recht kurz gesetzt, um die Wartezeiten für die gerade nicht zum Einsatz Kommenden in Grenzen zu halten. Als alle die erste Runde hinter sich gebracht hatten, wurden über Memory-Karten die nächsten Mixed-Paarungen ausgelost. Dass die Durchführung eines Turniers mit so vielen Teilnehmern eine äußerst komplexe Sache ist, wurde Christian klar, als sich Teilnehmer meldeten, die zwei oder drei Mal hintereinander nicht zum Einsatz gekommen waren, wodurch man bei dem herrschenden Wind doch recht schnell auskühlte. In diesem Zusammenhang bitten wir um Nachsicht, dass solche Pausen entstehen können, wenn man den Teilnehmerkreis möglichst stark durchmischen will. Sonst würden halt jeweils 16 Teilnehmer untereinander spielen und dann die nächsten 16 untereinander. Und dann kommen die Leute und fragen, warum sie immer mit bzw. gegen die gleichen Teilnehmer spielen müssen. Die Organisation ist schwierig und die Betrachtung des Turnierablaufs aus der Sicht jedes Einzelnen äußerst aufwändig (das geht vernünftig nur im Vorfeld und ist meist zum Scheitern verurteilt, wenn angemeldete Mitglieder nicht antreten oder plötzlich Nichtangemeldete mitmachen wollen). Wir sollten hier großzügig sein und Christian diesbezüglich eine Lernphase zugestehen. Zwischendurch gab es Kaffee und Kuchen. Die Tennisdamen wuchsen wieder über sich hinaus und Bea, Irmgard, Ingrid R., Renate B., Rosina und Steffi brachten zum Entzücken aller köstliches Backwerk auf den Tisch. Ein Besucher, der auf der Suche nach einem neuen Tennisclub in Merching vorbeischaute, war von dem fröhlichen Treiben auf der Clubheimterrasse so angetan, dass er sofort eine Beitrittserklärung unterschrieb.
Auch die dritte Runde wurde als Mixed gespielt – mit einigen Ausnahmen, weil die Damen leicht in der Überzahl waren. Nach insgesamt sechs Platzbelegungen machte Christian dann die Auswertung, aus der sich Ingrid Riedmann vor Siegi Kienle, Steffi Rall und Renate Bund bei den Damen und Toni Geigl vor Franz Hottenroth, Max Kuhnert und Günter Bund bei den Herren als die glücklichen Sieger herausstellten. Bei seiner kurzen Siegerehrung gratulierte der Breitensportwart den Punktesammlern und überreichte ihnen praktische Preise wie isotonische Präparate, Duschgels etc. Dazu bekam jeder Teilnehmer ein Los für die Tombola der Aktion "Mach mit und gewinne", die am Ende der Saison veranstaltet wird.
Damit war der offiziellle Teil beendet, aber die Unentwegten spielten natürlich noch ein Spontan-Doppel oder -Mixed, so dass die Letzten erst gegen 19:00 Uhr das Clubgelände verließen. Die Veranstaltung war alles in allem ein guter Einstand für Christian. Ein Großteil der Hobbyspieler und einige Mannschaftsspieler waren anwesend und alle hatten großen Spaß. Und Franz und Hilda als "Newcomer" fügten sich sofort nahtlos in die Gemeinschaft ein. |