Hobbyturnier
"Mexico Heat" braucht die Hitze "von Innen"
| Zur Begrüßung der für eine volle Mixed-Belegung der Plätze ausreichenden Clubmitglieder hatte Sigi schon mal eine wärmende "Poncho"-Decke umgelegt und die aufheizende Wirkung des Tequila nahegelegt, denn das Wetter wollte das Motto von Breitensportwart Christian Burgardt nicht so recht mitgehen. Dabei hatte Christian mit liebevoller Kleinarbeit für alles gesorgt: Vom selbstgemachten Hibiskusblättertee nach original mexikanischem Rezept über scharfe Tortillas mit Chili-Sauce, gut schmeckendes Desperados-Bier bis hin zum hochprozentigen Tequila. Clubheimchefin Siegi Kienle hatte noch ein moderat scharfes "Chili con Carne" hinzugefügt.
Christian loste die Paarungen aus, die über das ganze Turnier bestehen bleiben sollten, und schickte die Spieler für zwei kurze Sätze auf die Courts. Zunächst traten alle in Wärmeschutzkleidung an, aber wider Erwarten kam man durch die Bewegung schon nach kurzer Zeit ins Schwitzen. In der zweiten Runde erwartete die Spieler Überraschungen in Form von Handicaps. Die Teams mussten entscheiden, wer einen Regenschirm in die freie Hand nehmen und wer eine Augenbinde tragen sollte. Es stellte sich schnell heraus, dass der Regenschirm mit Abstand das angenehmere Handicap darstellte, denn der Verlust des räumlichen Sehens ließ so manchen einäugigen Ballkünstler ziemlich "alt" aussehen. So war man recht froh, als die beiden zu spielenden Tiebreaks absolviert waren und Siegi zum "Chili con Carne" rief. Das schmeckte vorzüglich und so manches süffige "Desperado-Bier" wurde dazu geleert.
Als man lustig zu Tische saß, bemerkte man zunächst gar nicht, dass es inzwischen zu regnen begonnen hatte. Nun gut – dann blieb man halt noch ein bisschen sitzen. Leider hörte der Regen aber nicht auf und die Plätze wurden nass und nässer. Also zog man das Kaffeetrinken vor und verputzte die beiden spendierten Kuchen/Torten, bis sich langsam die Gewissheit breit machte, dass das Wetter sich an diesem Tag nicht mehr an die inzwischen in den Mägen der Spieler ausbreitende Hitze anpassen wollte.
Wohl oder übel musste das Turnier abgebrochen werden. Schade um die viele Arbeit, die sich Christian im Vorfeld gemacht hatte, aber unser Einfluss auf das Wetter ist halt "beschränkt". Trotzdem machten sich die Clubmitglieder gut gelaunt auf den Nachhauseweg in der Gewissheit, zumindest ein "halbes" Hobbyturnier auf der Basis einer neuen Durchführungsidee gespielt zu haben. Vielleicht lässt sich ein Turnier dieses Motto mal wiederholen – Salud Mexico! |