TCM-Städtefahrt nach Salzburg

Angesichts des vielfältigen Angebots an Sehenswürdigkeiten machten sich 18 Merchinger Tennisclubmitglieder schon am Freitag auf den Weg nach Salzburg, um keine Attraktion der von Hermann Hoffmann wieder vortrefflich organisierten TCM-Städtefahrt zu versäumen. Und sie taten gut daran, denn am Freitag herrschte mildes Herbstwetter mit fast wolkenlosem Himmel. Gleich nach dem Einchecken im Berggasthof Schwaighofwirt und einem landestypischen Mittagessen fuhr man nach einem kurzen Fußmarsch mit dem Bus die paar Kilometer nach Salzburg hinunter. Dort bestaunte man den Mirabell-Garten, durchquerte die eindrucksvoll gestaltete Grünanlage und gelangte – ohne auf die hübschen, kleinen Geschäfte zu achten (sehr schwierig für einige der Damen) – zur Kabelbahn, die direkt auf die Salzburg hinaufführt. Besonders angenehm für die Mitreisenden war, dass Hermann Hoffmann immer alle Fahrschein und Eintritte komplett besorgte, damit dem reinen Genuss nichts im Wege stehen konnte. Auf der Burg schauten die Merchinger dann auf die Stadt herunter, die von der Salzach in zwei Hälften geteilt wird – bei dem herrlichen Wetter ein toller Ausblick! Nach einigem Treppensteigen, das dem knieverletzten Hermann Kienle etwas hart ankam, hatten sich alle einen Topfenstrudel im Burgrestaurant verdient.

Mirabellgarten und SalzburgBlick von der Salzburg

Am nächsten Morgen kamen die Damen dann zu ihrem Recht, denn schon um neun Uhr saß man schon wieder im Bus, um am Samstag Vormittag ausgiebig einkaufen oder zumindest schauen zu können. Und da gab's für jeden etwas: Von Schuhen über Mozartkugeln und Holzfiguren bis hin zum originellen Salzburger Flohmarkt. Auch Hüte standen hoch im Kurs, denn inzwischen hatte es angefangen zu regnen. "Salzburger Schnürlregen" gehörte ja auch zu den Originalerlebnissen, die man sich nicht entgehen lassen durfte. Zwischendurch besuchte man eine Espresso-Bar, denn Hermann hatte beim Einkaufen einen Prosecco-Gutschein bekommen. Auf seine Frage: "Ich bin aber mit vier Damen da, was mach ich denn mit den anderen drei?", drückte man ihm gleich weitere Gutscheine in die Hand. Vor Mozarts Geburtshaus konnte man eine Traube von Japanern beobachten, die unzählige Digitalfotos schossen. Wir gingen lieber die interessante Getreidegasse rauf und runter. Doch dann rief Hermann zur Eile, denn ein Aufzug brachte uns zu einer Jausenstation über Salzburg, in der Tische reserviert waren. Der Regen war jetzt so stark, dass sich nur sehr festes Schuhwerk der Nässe widersetzen konnte. Bei der zünftigen Jause sah man auf den Tischen meist heiße Getränke und so hatte man sich gerade von der Kälte erholt, als Hermann uns eröffnete, dass eine Fahrt mit einem Spezialschiff anstand, das in der Lage war, in knietiefem Wasser mit bis zu 60 Leuten flussaufwärts zu schippern. Wer nicht das erste Mal bei den TCM-Ausflügen dabei war, der wusste ohnehin, dass Hermanns Schiffsfahrten vorzugsweise im Regen stattfinden. Also die Zähne zusammengebissen und rauf auf's Schiff. Vom Eigner persönlich erfuhren wir allerlei Interessantes über das Gefährt und die Tücken der Salzach-Schifferei und kurz Zeit später stiegen wir an der Anlegestelle flußaufwärts aus, wo uns ein Shuttle-Bus zum Schloss Hellbrunn brachte, wo wir auf die sagenhaften Wasserspiele verzichteten, denn es war ohnehin überall schon nass. Wir spazierten also unter Schirmen durch den Park und bestaunten neben den baulichen und gärtnerischen Sehenswürdigkeiten auch einige exotische Enten. Beinahe wäre uns entgangen, dass der Regen aufgehört hatte und die ersten Sonnenstrahlen durch die Wolken kamen. Bei der Rückfahrt mit dem Bus stellten wir fest, dass die umliegenden Berge mit Schnee überzuckert waren und das ohnehin beeindruckende Panorama noch ein i-Tüpfelchen draufsetzte. So kamen wir in die richtige Stimmung für das angesagte Fünf-Gänge-Abendessen. Bevor die Merchinger todmüde ins Bett fielen, mussten sie bei Gerdas "Activity"-Spiel ihre Fähigkeiten im Raten, Malen, Umschreiben und Pantomimen beweisen.

Warten auf den BusGetreidegasseViel Treppensteigen

Am Sonntag nach dem Frühstück checkte man in aller Ruhe aus und fuhr – dem mehrheitlichen Wunsche entsprechend – zum Wolfgangsee, wo uns wegen der Parkplatzmisere der Dampfer nach St. Wolfgang davon fuhr. Ein Problem? Nein, zehn Minuten später hatte Hermann ein privates Motorboot gechartert, das uns an allen Sehenswürdigkeiten vorbei individuell zu unserem angepeilten Ziel brachte. Nach dem Besuch des legendären "Weißen Rössl" und einiger origineller Shops zog es uns wegen der Kälte unwiderstehlich ins Innere eines kulinarischen Betriebes. Wir fanden ein kleines Cafe, das ganz auf Kaiser Franz-Josef und Sissi eingestellt und für lustige Schnappschüsse recht geeignet war. Nachdem die österreichische Küche noch einmal ausgiebig genossen worden war, machten sich die TCM-ler langsam auf den Nachhauseweg, denn so gemütlich, wie die Dreitagesfahrt abgelaufen war, sollte sie auch enden. Man verabschiedete sich mit herzlichem Dank an den unermüdlichen Hermann Hoffmann für die tolle Vorbereitung und die spontanen Improvisationen bei unvorhergesehenen Störungen. Nach gut zwei Stunden Fahrtzeit kamen alle wohlbehalten und ein Erlebnis reicher zuhause an.

Im Espresso-Cafe mit Proseccoexotische EntleinHermann ließ uns nie im Regen stehenlustig unter SchirmenHermann und Ingrid im Weißen RösslAstrid u Renate wohl beschirmtSchnee und Nebel am WolfgangseeSissi und Dagmar